Uefa verdonnert spurs: 30.000 euro und fan-klatsche nach hitlergruß in frankfurt

Tottenham fliegt mit blutender Lippe aus der Champions-League-Grube: Die UEFA verhängte eine 30.000-Euro-Strafe und stufte den ganzen Auswärtsblock auf Bewährung herab – weil drei vermeintliche Anhänger am 28. Januar im Deutsche-Bank-Park den verbotenen Arm salutierten.

Die bilder gingen um die welt – und trafen den klub mitten im markenherz

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) tagte anonym, aber das Urteil ist laut genug: Spurs-Fans sind für zwölf Monate auf der Wanderschaft, ein weiterer Rassismus-Fall löst automatisch ein Gastgeber-Aus aus. Die Londoner haben 72 Stunden Zeit, Einspruch einzulegen – ein Schritt, der nur das Strafmaß nach oben korrigieren würde.

Die Täter sind laut Verein identifiziert und lebenslang gesperrt. Die Formulierung im Club-Statement klingt wie ein Zahnarzt, der einen rausreißt: „Diese widerwärtige Minderheit schmiert unserem Emblem Dreck aufs Trikot.“ Die Spurs zahlen sofort, um das Thema vor dem Achtelfinale bei Atlético Madrid am 10. März nicht mitzuschleppen – sportlich steht ohnehin schon das Messer an der Kehle nach der 2:3-Auswärtsniederlage.

Frankfurt siegt doppelt: auf dem platz und im disziplinargericht

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Die Eintracht hatte sofort nach dem Spiel Sicherheitsfilme an die UEFA geschickt, eigenes Personal hatte die Hitlergruß-Sequenz aufgeklärt. Die Hessen reagieren mit einem Schulterschlagen: „Wir haben keinen Platz für Hass in unserem Stadion“, sagt Vorstand Axel Hellmann – und meint damit auch die 3.000 Spurs-Anhänger, die bislang als lautstarke, aber friedliche Gruppe galten.

Die 30.000 Euro sind für Tottenham Peanuts – das Jahresbudget für Marketing-Kekse –, der Imageschaden ist ein Eigentor. Sponsoren wie AIA und Cinch verlangen laut Insidern intern Aufklärung, weil die Marke ‚Premier-League-Klub‘ weltweit für Vielfalt steht. Die FA in London schaltet sich ein, will künftig Fan-Pässe für Auswärtsreisen einführen – ein Stück weit Brexit im Kartenformat.

Die uefa-klatsche kommt zur unzeit

Die uefa-klatsche kommt zur unzeit

Coach Ange Postecoglou plant gerade den Flug nach Madrid, wo seine Mannschaft ohne eigenes Publikum eine Riesenportion Selbstdisziplin braucht. Die Spieler wissen: Verlieren sie, ist das Europa-Aus perfekt – und die nächste Runde der Schmach winkt. Die Strafverfügung liegt seit Montagabend auf dem Schreibtisch von Chairman Daniel Levy, der die Quittung für jahrelanges Sparen bei Sicherheitsbeauftragten begleichen darf.

Die Lehre ist simpel: Ein Hitlergruß dauert eine Sekunde, die Folgen ein Jahr – und manchmal reicht genau das, um eine Saison zu versenken.