Rönnows dänemark-comeback: enttäuschung und ungewisse zukunft

Ein überraschender Rückkehrer auf der Bank, eine bittere Niederlage im Elfmeterschießen: Frederik Rönnow erlebte eine turbulente Länderspielpause mit Dänemark. Der Torwart, der seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erst im November erklärt hatte, saß lediglich als Ersatzmann zu und steht nun vor einer ungewissen Zukunft im dänischen Team.

Die unerwartete nominierung

Die Nachricht von Rönnows Nominierung für die Play-off-Spiele zur Weltmeisterschaft sorgte für Aufsehen. Der 33-Jährige selbst räumte ein, überrascht gewesen zu sein. „Ich habe einen Anruf bekommen, hatte mit dem Trainer gesprochen. Mit Kasper Schmeichel und Filip Jörgensen waren zwei Torhüter verletzt“, erklärte er. Die Entscheidung, trotz seines Rücktritts wieder für Dänemark zu spielen, sei ihm nicht leicht gefallen. „Ich habe dann auch mit meiner Familie lange darüber gesprochen. Ich habe dann zugesagt, dass ich erstmal für die zwei Spiele wiederkommen werde.“

Die enttäuschung und mads hermansens leistung

Die enttäuschung und mads hermansens leistung

Dass Rönnow im Spiel gegen Tschechien auf der Bank Platz nehmen würde, war im Vorfeld mit Trainer Brian Riemer vereinbart. Mads Hermansen (West Ham United) hütete stattdessen das Tor. „Er ist ein super Typ. Ich wollte ihn und die Mannschaft unterstützen. Ich wäre natürlich auch bereit gewesen, zu spielen“, so Rönnow. Doch das Team konnte sich nicht durchsetzen, und Dänemark scheiterte im Elfmeterschießen. Die Enttäuschung war groß: „Natürlich waren wir enttäuscht, das ganze Land ist enttäuscht. Wir hatten ein Ziel, wollten die Weltmeisterschaft spielen. Das haben wir nicht erreicht.“

Fokus zurück auf union berlin

Fokus zurück auf union berlin

Für Frederik Rönnow heißt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Die Weltmeisterschaft ist verpasst, und die Zukunft im Nationalteam bleibt offen. „Ich muss nochmal mit dem Trainer reden und dann schauen wir, was passieren wird“, so der Torwart. Aktuell liegt der Fokus voll und ganz auf seinem Engagement bei Union Berlin. Am Sonntag (15.30 Uhr) empfangen die Eisernen den Abstiegskonkurrenten FC St. Pauli zum wichtigen Heimspiel. Die Tabelle lügt nicht: Union kämpft im Abstiegskampf und benötigt dringend Punkte.