Reitz wechselt zu rb leipzig: 20-millionen-deal kurz vor dem abschluss
Die Transferposse um Rocco Reitz neigt sich dem Ende zu: RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach einigen sich nach kicker-Informationen auf eine Ablöse jenseits der 20-Millionen-Euro-Marke – inklusive Boni, aber deutlich unter der ursprünglichen Ausstiegsklausel.
Die zahlen hinter dem deal
Die Klausel lag bei 25 Millionen Euro, doch Leipzig zahlt nur eine Einstiegsprämie von rund 17 Millionen plus leistungsabhängige Nachschüsse. Der Grund: Reitz hatte sich bereits vor Wochen festgelegt, seine Heimat für die nächsten fünf Jahre gegen die Red-Bull-Arena zu tauschen. Mit dieser Machtstellung drückte der 23-Jährige den Preis – ein klassischer Fall von Spieler-Markt-Diktat.
Für Gladbach ist das ein Gesichtswahrer: Der Sockelbetrag fließt als Sofortzahlung auf die Kasse, Sportdirektor Rouven Schröder kann sofort mit dem Kader-Umbruch planen. Leipzig wiederum sichert sich einen Mittelfeldantreiber, der die Lücke schließt, die Xaver Schlager hinterlässt – der Österreicher zieht ablösefrei nach Wolfsburg.

Warum reitz jetzt geht
Die Saison war durchwachsen, die Kapitänsbinde lastete. Ohne Binde und Heimatdruck erhofft sich Reitz den nächsten Entwicklungsschritt – und Leipzig eine verlässliche Alternative zu Amadou Haidara und Xavi Simons. Die interne Analyse der Leipziger sieht im Reitz ein „pressingresistentes 8er-Profil mit Vertikalpass und zweiter Linie“ – Fachchinesisch für: Er rennt und spielt gleichzeitig quer.
Kein anderer Klub hielt Interesse aufrecht, das machte die Verhandlungen kurz. Einzig Marcel Schäfer blieb hartnäckig, nutzte die Früh-Meldung des Spielers als Druckmittel. Nun fehlt nur noch die Unterschrift unter dem Fünfjahresvertrag – dann ist die Sachlage klar: Gladbach kassiert die Millionen, Leipzig den Mittelfeld-Motor und Reitz die nächste Karriere-Etappe. Die Bundesliga bekommt einen neuen Zwölften im Leipziger Mittelfeld – und einen, der endlich wieder ohne Aufschlag spielen darf.
