Mühlhaus' startelf-debüt: hoffnungsschimmer für dfb-frauen?
Ein Lichtblick für das deutsche Frauenfußnationalteam? Larissa Mühlhaus feierte in Österreich ihr Startelf-Debüt und deutete zumindest Ansätze von Potential an. Trotz eines müden 0:0 gegen die Österreicherinnen hinterließ die Offensivspielerin von Werder Bremen einen differenzierten Eindruck, der Bundestrainer Christian Wück hoffen lässt.
Die aufsteigerin im fokus
Die 23-Jährige, die erst nachnominiert wurde, nachdem sich Cora Zicai verletzte, übernahm auf der Zehner-Position eine wichtige Rolle. Ein feines Zuspiel auf Jule Brand zeigte ihre Kreativität, doch insgesamt wirkte sie in weiten Teilen des Spiels isoliert. Es war ihr erstes Startelf-Debüt für die Nationalmannschaft, und sie gab zu, danach noch länger im Trikot verweilen zu wollen, um sich weiter zu verbessern. Ein starker Wille, der sich auszahlen könnte.
Bundestrainer Wück nahm es gelassen, dass es gegen Österreich nicht zum Torerfolg reichte. „Man hat gesehen, dass da noch Potenzial nach oben gibt“, erklärte er. „Jede Spielerin hatte zu viel mit sich selbst zu tun, aber Larissa können wir da die wenigsten Vorwürfe machen.“ Das Lob des Trainers ist ein positives Zeichen für Mühlhaus' Zukunftsperspektiven im Team.

Dallmanns position und mühlhaus' vielseitigkeit
Während Linda Dallmann weiterhin als erste Wahl hinter den Spitzen gilt – ihre Einwechslung am Samstag deutet auf eine mögliche Rotation hin – könnte Klara Bühl im Juni wieder einsatzbereit sein. Doch Mühlhaus' Stärke liegt in ihrer Vielseitigkeit. Bereits nach ihrer Einwechslung beim 5:1-Sieg gegen Österreich hatte sie für frischen Wind gesorgt und einen Treffer vorbereitet. Das spricht für ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Potential, sowohl im Zentrum als auch vorne drin zu agieren.
Die Tatsache, dass sie erst kurzfristig nachnominiert wurde, ändert nichts an der Wahrscheinlichkeit, dass sie den nächsten Kader erreichen wird. Ihre Einsatzbereitschaft und ihr Wille, sich zu verbessern, sind Eigenschaften, die im DFB-Team hochgeschätzt werden. Es bleibt abzuwarten, ob sie sich gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, aber ihr Debüt war ein vielversprechender Start.
