Lys kämpft sich zurück: spektakulärer sieg in rom!

Rom – Dramaturgie pur beim WTA-Turnier in der italienischen Hauptstadt! Eva Lys, lange Zeit angeschlagen und mit Fragezeichen übersetzt, hat sich gestern Abend in einem packenden Zweitrunden-Duell gegen Katie Boulter durchgesetzt und damit ein wichtiges Signal an die Tenniswelt gesendet. Der Sieg, der nach Regenunterbrechung festgefahren wurde, könnte der Auftakt einer beeindruckenden Serie sein.

Lys

Lys' comeback: mehr als nur ein sieg

Der Erfolg gegen Boulter (6:4, 3:6, 6:4) war nicht nur der dritte Saisonsieg für die Hamburgerin, sondern auch ein Beweis ihrer mentalen Stärke. Nach einer Phase, in der sie mit Knieproblemen und einer Autoimmunerkrankung zu kämpfen hatte, zeigt Lys nun, dass sie zurückkehrt – und zwar mit neuem Selbstvertrauen. Die Entscheidung fiel nach einer kurzen, aber intensiven Regenpause, in der man ihr einen Oberschenkelverband anlegen musste. Doch auch mit dieser kleinen Einschränkung zeigte sie Moral und Kampfgeist.

Was viele vielleicht nicht wissen: Lys’ Knie war längst nicht die einzige Belastung. „Es ging schnell, dass ich schmerzfrei auf dem Platz stehe“, erklärte sie im Vorfeld des Turniers. „Aber je mehr ich steigerte, desto schwieriger wurde es für meinen Körper und mein Immunsystem. Ich litt auch unter Rheumaschüben.“ Die Spondyloarthritis, eine chronische Autoimmunerkrankung, stellt die 24-Jährige vor eine ständige Herausforderung.

Neben Lys konnten auch Tatjana Maria und Laura Siegemund die zweite Runde erreichen. Im Herrenbereich lösten Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier ebenfalls ihre Auftaktaufgabe. Besonders das Duell zwischen Altmaier und dem topgesetzten Alexander Zverev verspricht ein hochspannendes Kräftemessen zu werden.

Die nächste Hürde für Lys: Naomi Osaka. Die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin ist eine absolute Top-Spielerin, und das Duell wird alles andere als einfach. Doch nach ihrem gestrigen Sieg ist klar: Eva Lys hat sich zurückgekämpft und will in Rom zeigen, was in ihr steckt. Die Tenniswelt sollte sie im Auge behalten.