Lecce verabschiedet ikone corvino: eine ära geht zu ende
Lecce hat sich von einer Legende verabschiedet. Pantaleo Corvino, der Mann, der den Verein über Jahre hinweg in der Serie A gehalten und wieder auf Kurs gebracht hat, tritt nach vier sensationellen Jahren der Rettung in den wohlverdienten Ruhestand. Eine emotionale Abschiedsrede und eine überwältigende Reaktion der Fans markieren das Ende einer Ära.
Der „eisenbahner“ hört auf
Corvino, der von seinen Kollegen liebevoll als „il ferroviere“ (der Eisenbahner) bezeichnet wird – eine Anspielung auf seine unermüdlichen Reisen zwischen den Spielorten –, verlässt den Verein mit dem Gefühl, seine Aufgabe erfüllt zu haben. Seine Anwesenheit war allgegenwärtig, seine Arbeitsweise unermüdlich. Er war 360 Grad involviert, Tag und Nacht für Lecce da.
„Es ist nicht einfach, heute hier zu stehen“, gestand Corvino mit Tränen in den Augen. „Dreizehn Jahre voller Leidenschaft lassen sich nicht in wenigen Minuten zusammenfassen.“ Seine Worte zeigten die tiefe Verbundenheit, die er mit dem Verein und seinen Fans entwickelt hat. Er hoffe lediglich, dass er wenigstens einen Teil seiner Wertschätzung weitergeben könne.
Die Müdigkeit macht sich bemerkbar. Corvino betonte, dass die Entscheidung, sich zurückzuziehen, ihm nicht leicht gefallen sei. „Ich habe nicht mehr die Kraft von früher“, gab er ehrlich zu. „Die Energie, die ich in den letzten Monaten aufbringen konnte, um die Arbeit zu verteidigen, war enorm, denn es gibt Spiele, die man auf dem Platz und andere neben dem Platz gewinnt. Und da waren wir, ich und der Präsident, ein unglaubliches Team.“
Doch die Wahrheit ist, dass ihm selbst die einfachen Freuden des Lebens genommen wurden. „Es ist traurig, dass meine Spieler und Fans diese Nachricht aus den Zeitungen erfahren haben“, bedauerte er. „Aber es kommt ein Moment, in dem man aufhören muss. Ich bin achtzig Jahre alt, und in mir brennt immer noch eine große Leidenschaft. Aber ich habe erkannt, dass es der richtige Zeitpunkt war, als ich feststellte, dass ich in Lecce nicht einmal mehr mit meiner Frau einen Kaffee trinken konnte, weil ich immer zu früh aufstehen musste, um zu arbeiten. Wenn das passiert, riskiert man, auch die Leidenschaft zu verlieren.“

Ein vermächtnis der stabilität
Corvino verlässt Lecce in einer gesunden Verfassung, wie er stolz betonte. Sechs Jahre zuvor hatte er die Herausforderung angenommen, den Verein wiederzubeleben – eine Mission, die er eindrucksvoll gemeistert hat. Er hinterlässt eine Mannschaft, die sich auf neue Wege gemacht hat und eine Basis für zukünftigen Erfolg gelegt hat.
Auch Vereinspräsident Sticchi Damiani würdigte Corvinos Leistung. „Nach Lecce-Genoa hat mir Herr Corvino von seinem Wunsch nach einem Gespräch berichtet. In diesem Gespräch teilte er mir mit, dass er aufgrund von Erschöpfung zurücktreten möchte – eine Entscheidung, die ich zwar schmerzlich fand, aber absolut verständlich finde. Er hat sich in all den Jahren niemals verschont, um die Interessen von Lecce zu vertreten. Als Präsident und als Funktionär fällt es mir schwer, dies zu akzeptieren. Aber als Mensch, der Pantaleo immer nahestand, muss ich ihn respektieren. Er hat mir seine Entscheidung mit der Offenheit eines Mannes mitgeteilt, der weiß, dass man ihm in dieser Situation nur entgegentreten kann.“
Corvinos Abschied markiert das Ende einer Ära, aber sein Vermächtnis wird in Lecce weiterleben. Er hat den Verein nicht nur sportlich stabilisiert, sondern auch eine neue Identität und ein neues Selbstvertrauen geschaffen – ein Fundament, auf dem die nächste Generation aufbauen kann.
Die Fans werden ihm einen Platz in ihren Herzen bereiten, der für immer reserviert ist. Denn Pantaleo Corvino war mehr als nur ein Sportdirektor – er war ein Symbol für die Leidenschaft, die Hingabe und den Stolz von Lecce.
