Lampard feiert mit coventry den comeback-sieg: premier league nach 25 jahren
Frank Lampard hat es geschafft – mit Coventry City steigt er drei Spieltage vor Schluss auf. Die Rückkehr in die Premier League nach 25 Jahren ist perfekt, und für den ehemaligen Chelsea-Star bedeutet das mehr als nur ein sportlicher Erfolg.
Der moment, der alles veränderte
Ein 1:1 in Blackburn reichte. Die Sky Blues feierten, die Fans sangen, Lampard stand mit Tränen in den Augen da. „Dieser Moment kommt dem Champions-League-Sieg von 2012 sehr, sehr nahe“, sagte er später. Für einen Mann, der als Trainer längst abgeschrieben war, ist das mehr als ein Sieg – es ist eine Rehabilitierung.
Coventry war einst ein Gründungsmitglied der Premier League, dann Stammgast in der vierten Liga. Lampard übernahm im November 2024, nachdem Mark Robins entlassen wurde. Die Skepsis war riesig. Ein Trainer ohne Erfolge, ohne Klub seit 18 Monaten, sollte den Aufstieg schaffen? Viele lachten. Lampard arbeitete.

Seine handschrift: tempo, druck, tore
85 Tore nach 43 Spielen. Kein Team traf öfter. Haji Wright, einst beim FC Schalke, erzielte 16 davon. Lampards Fußball ist direkt, schnell, mutig. Er ließ sich nicht beirren, auch nicht als sein Team acht Spiele nur zwei Siege holte. „In dieser Liga ist das normal“, sagte er. „Die Kunst ist, ruhig zu bleiben.“ Das tat er. Und sein Team folgte.
Die Kritik war hart nach seinen Fehlversuchen bei Chelsea und Everton. 0,45 Punkte pro Spiel in seiner zweiten Blues-Amtszeit – das war keine Glanznummer. Fabregas spottete, seine Mannschaft wirke wie „elf Oliven aus dem Glas“. Lampard nahm es hin. Und lernte.

Zwischen mourinho und ancelotti
Er spricht heute offen über seine Vorbilder. Mourinho, der Emotionalität und Taktik verband. Ancelotti, der Ruhe ausstrahlte. Lampard sieht sich in der Mitte. Kein Zufall. Seine Coventry-Elf spielt mit Kontrolle und Leidenschaft. Und sie gewinnt.
Die EFL zeichnete ihn als „Manager of the Season“ aus. Curtis Davies, früher bei der Premier League unterwegs, sagte: „Er baut seinen Ruf wieder auf – mit Eigenmotivation, nicht mit Geld.“
Für Coventry ist der Wiederaufstieg ein Wunder. Für Lampard ist es der Beweis: Er kann nicht nur spielen. Er kann führen. Nächste Saison trifft er wieder auf die Großen. Diesmal nicht als verlorener Trainer, sondern als Aufsteiger mit einer Mission. Und er wird sich nicht verstecken.
