Hanfmann scheitert in miami an jodar – deutsche hoffnung nach 77 minuten erloschen

Yannick Hanfmann ist raus. Der 34-jährige Karlsruher verlor seine Erstrunden-Partie beim ATP-Masters in Miami gegen den 19-jährigen Spanier Rafael Jodar mit 4:6, 6:4, 1:6 – und das, obwohl er sich in der Qualifikation noch souverän ins Hauptfeld gekämpft hatte.

Jugend gegen routine – und jugend gewinnt

Jugend gegen routine – und jugend gewinnt

Die Zuschauer auf dem Court 3 sahen ein Generationenduell, das erst Fahrt aufnahm, als Hanfmann im zweiten Satz sein Tempo erhöhte und den Ausgleich schaffte. Doch der dritte Satz wurde zur Demonstration von Jodars Durchschlagskraft. Der Spanier nahm Hanfmann jeden Luftschnitt, zog ihn in lange Grundlinienduelle und ließ ihm keine Zeit, seine Vorhand auszuschwingen. Nach 77 Minuten war Schluss – und mit Hanfmann auch die erste deutsche Niederlage in Miami.

Die Enttäuschung war ihm anzusehen. Noch vor zwei Wochen hatte er in Santiago de Chile das Finale erreicht, dort gegen Luciano Darderi verloren, aber Selbstvertrauen getankt. Jetzt steht er wieder vor dem Scherbenhaufen einer frühen Auftaktniederlage. Die Frage ist: Wie viele Comebacks hat ein 34-Jähriger noch im Körper?

Die deutsche Fahne trägt nun Jan-Lennard Struff, der am Donnerstagabhen gegen den Amerikaner Darwin Blanch ran muss. Die große Last der Erwartung lastet ohnehin auf Alexander Zverev, der mit Freilos in Runde eins direkt auf Sieger des Duells Martin Damm gegen Jacob Fearnley trifft – und der weiß, dass Miami keine Gnade kennt.

Die Bilanz: Ein deutscher Spieler raus, zwei noch im Rennen. Die Saison ist jung, aber das Tempo unbarmherzig.