Fioravanti verpasst knapp viertelfinale in raglan – ferreira krönt sich zum könig!
Raglan, Neuseeland – Leonardo Fioravanti, der italienische Hoffnungsträger im Surfen, musste sich in der vierten Etappe der WSL in Neuseeland mit einem knappen Verpassen des Viertelfinales begnügen. Ein Tag voller Herausforderungen und unberechenbarer Bedingungen sorgte für Nervosität und letztlich für das Ausscheiden des Azzurro.

Italo ferreira triumphiert – familiengefühl im rampenlicht
Die Bedingungen in Raglan waren alles andere als ideal. Nach einer anfänglichen Hoffnung auf eine gute Swell, die sich dann aber in letzter Minute verzog, kämpften Athleten und Veranstalter gleichermaßen mit kleinen, unregelmäßigen Wellen. Ein Wettkampf, der Geduld und taktisches Geschick forderte. Doch während Fioravanti unter den schwierigen Umständen litt, konnte Italo Ferreira, der brasilianische Superstar, seine Klasse unter Beweis stellen und sich den Sieg sichern. Ein Triumph, der besonders süß schmeckt, da Ferreira erst kürzlich Vater geworden ist – ein Gefühl, das er mit Carissa Moore teilte, die ebenfalls Mutter ist.
Fioravanti hatte sich auf den ungewöhnlichen Austragungsort vorbereitet, der aufgrund des kurzfristigen Ausfalls Südafrikas ins Programm aufgenommen wurde. Die lange, linke Welle von Manu Bay, eingebettet in eine atemberaubende Bucht westlich von Hamilton, sollte seine Stärke sein. Doch das unberechenbare Wetter spielte ihm einen Strich durch die Rechnung. Im zweiten Durchgang traf er auf den Brasilianer Mateus Herdy und lag lange zurück. Ein brillanter Reitstil in den letzten Sekunden ermöglichte ihm jedoch den umjubelten Sieg. Doch das Glück währte nicht lange.
Im folgenden Duell traf Fioravanti auf den jungen Amerikaner Cole Houshmand. Die Partie war ausgeglichen, die italienische Fans an der Küste feuerten ihren Athleten an. Doch Houshmand nutzte eine perfekte Welle, um den entscheidenden Punktescore zu erzielen. Fioravanti musste sich mit dem neunten Platz zufriedengeben, was sich auch in der Gesamtwertung widerspiegelt.
Die Freude über Ferreira und Moore war dennoch groß. Ferreira zeigte eine beeindruckende Performance und besiegte den zurückgekehrten Australier Morgan Ciblic. Moore setzte sich gegen die vielversprechende Sawyer Lindblad durch. Beide Athleten feierten ihren Sieg auf emotionale Weise – Ferreira mit einer liebevollen Geste an seinen Sohn, Moore mit ihrer Tochter im Arm. Ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Familie und Leistungssport.
Die WSL-Tour geht nun weiter. Am 5. Juni steht eine Etappe in El Salvador an, gefolgt von einem weiteren Wettbewerb in Saquarema, Rio de Janeiro. Die brasilianische Dominanz ist beeindruckend, mit gleich vier Athleten an der Spitze der Weltrangliste. Gabriela Bryan hat sich unterdessen an der Spitze der Damen durchgesetzt und Luana Silva abgelöst.
Die Reise der Surfer geht weiter, über den Atlantik in die Amerikas. Doch die Erinnerung an Raglan und die unberechenbaren Bedingungen wird noch lange nachwirken. Ein Wettkampf, der zeigte, dass im Surfen nicht nur Können, sondern auch Glück eine entscheidende Rolle spielt. Und dass die Freude am Sport und die Verbundenheit zur Familie oft wichtiger sind als der Sieg selbst.
