Engelhardt stürmt cottbus zum sieg – und packt die kabine!
Energie Cottbus hat den TSV 1860 München mit 3:0 besiegt, und das nicht nur dank der Tore von Erik Engelhardt. Der Stürmer war mit seinem Dreierpack der Mann des Abends, aber seine emotionalen Worte vor dem Spiel sorgten für zusätzliche Motivation.
Der traum vom aufstieg beflügelt die lausitzer
Claus-Dieter Wollitz, der Coach von Energie Cottbus, war sichtlich berührt von Engelhardts Ansprache. „Wenn das nicht kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich geweint vor Liebe, vor Freude“, gestand er bei MagentaSport. Der 27-Jährige hatte seine Mitspieler mit einer leidenschaftlichen Rede auf das Duell mit den Löwen eingestimmt und dabei auch seinen Trainer „total gepackt“.
Engelhardt selbst erklärte, woher seine Inspiration kam: „Ich habe einfach überlegt, was unser Traum ist.“ Der Aufstieg in die 2. Bundesliga sei schließlich „nicht nur der Traum des jetzigen Ichs, sondern auch des sechsjährigen“, der einst auf dem Bolzplatz gekickt hat. Er forderte seine Kollegen auf, „das Feuer in den Augen zu haben wie der kleine Sechsjährige“ – eine Metapher, die offenbar Wunder bewirkte.
Die Tore fielen dann auch entsprechend: Engelhardt traf in der 17., 18. und 19. Minute und übernahm damit vorerst die Führung in der Drittliga-Torschützenliste mit 19 Treffern. Mika Schroers aus Aachen liegt nun bei 16, Lars Gindorf bei 20 – der Kampf um die Torjägerkanone ist also eröffnet.
Doch nicht nur die Torausbeute beeindruckte. Wollitz lobte die „Spielfreude, Energie, Intensität, gutes Gegenpressing“ und den „total fokussierten Auftritt“ seiner Mannschaft. „Wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren“, ist sich der Coach sicher.

Rückkehr an die isar – eine emotionale reise
Schon am kommenden Sonntag steht für Engelhardt ein weiteres emotionales Kapitel an, wenn er mit Cottbus an der Bremer Brücke zu Gast ist – bei seinem ehemaligen Verein, dem VfL Osnabrück. Dort hatte er „zwei mega Jahre“ verbracht und 2022/23 den Aufstieg in die 2. Liga gefeiert. „Das werde ich nie vergessen“, betonte Engelhardt, „deswegen wird das für mich immer ganz oben sein, wenn nicht sogar das Größte, was ich bisher geschafft habe in meiner Laufbahn.“
Ob Engelhardt mit Cottbus diesen Erfolg wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Aktuell liegen die Cottbusser zwar nur vier Punkte hinter Osnabrück, doch Wollitz scheint sich vor dem Duell mit dem Tabellenführer keine „Kampfansagen“ leisten zu wollen. Lieber setzt er weiterhin auf die emotionale Kraft seines Mannes im Sturm – und die Erinnerung an den kleinen Sechsjährigen auf dem Bolzplatz.
