Diomande: pünktlichkeit katapultierte ihn zu „the german“!
Yan Diomande, der Shootingstar von RB Leipzig, hat nach seinem entscheidenden Treffer beim 3:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt nicht nur seine Torjägerqualitäten bewiesen, sondern auch einen Einblick in die Ursprünge seines ungewöhnlichen Spitznamens „The German“ gegeben. Ein Name, der im ersten Moment vielleicht überrascht, aber eine interessante Geschichte über kulturelle Anpassung und deutsche Tugenden erzählt.

Die spanische lässigkeit gegen deutsche disziplin
„Auf solche Dinge wie Pünktlichkeit wird sehr genau geachtet“, erklärte der junge Ivorer am Rande des Spiels. „In Spanien war das anders.“ Der 19-Jährige, der erst im Sommer von CD Leganes zu den Roten Bullen wechselte, offenbarte, dass seine akribische Einhaltung von Trainingszeiten und Terminen ihm den Spitznamen eingebracht habe. Ein Detail, das in der spanischen Liga, so scheint es, weniger im Fokus stand. Es ist eine Anekdote, die zeigt, wie schnell sich Diomande an die deutschen Verhältnisse angepasst hat.
Die anfänglichen Schwierigkeiten, die er aufgrund der kulturellen Unterschiede beschrieb – „weil die Kultur hier anders ist“ – scheinen mittlerweile überwunden. Der junge Stürmer fühlt sich „sehr glücklich“ in Leipzig, und das nicht nur wegen der freundlichen Begrüßung durch seine neuen Teamkollegen, sondern auch aufgrund der sportlichen Entwicklung des Vereins. Denn der Sieg gegen Frankfurt, angetrieben durch Diomandes frühes Tor in der 27. Minute, festigt Leipzigs Ambitionen in der Europa-League-Qualifikation und hält das Team im Rennen um die begehrte Champions League in aussichtsreicher Position.
Dabei hätte die Geschichte ganz anders verlaufen können. Gedanklich schob man in Leipzig zunächst beiseite, dass Diomande zu Beginn seiner Zeit hier bereits bei einem europäischen Topklub spielen könnte. Der junge Angreifer konzentriert sich voll und ganz auf seine Leistung auf dem Platz. „Mein Job ist es, auf dem Platz zu spielen, und mein Umfeld kümmert sich um die Dinge daneben“, betonte er. Und mit zwölf Toren und sechs Vorlagen in dieser Saison hat er zweifellos bewiesen, dass er seinen Job meistert.
Ole Werner, der Trainer von RB Leipzig, zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Situation: „Wir sind mit dabei in diesem Rennen und haben eine sehr gute Ausgangsposition.“ Allerdings mahnte er auch zur Vorsicht: „Wir sind noch nicht am Ende des Weges.“ Fünf Punkte trennen RB von Rang fünf, und nur noch ein Gegner aus den Top sechs – Bayer Leverkusen – steht auf dem Programm. Die Zeichen stehen für Leipzig und seinen jungen Star Yan Diomande gut, aber die Konzentration muss bis zum Schluss gewahrt bleiben, denn der Kampf um die europäischen Plätze ist hart umkämpft.
