Deb-frauen scheiden im viertelfinale aus – trotz kampfgeist und hoffnungsschimmer
- Enttäuschung, aber auch stolz nach dem viertelfinal-aus
- Kluge: erfahrung und kaltschnäuzigkeit fehlten
- Macleod: olympia bringt das beste hervor
- Künast: fortschritte sind deutlich erkennbar
- Blick nach vorn: mehr erfahrung durch pwhl
- Macleod fordert mehr internationale vergleiche
- Rückreise und unterstützung für die männer
Enttäuschung, aber auch stolz nach dem viertelfinal-aus
Mailand – Die deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen hat das Viertelfinale der Olympischen Winterspiele in Mailand gegen den Titelverteidiger Kanada mit 1:5 verloren. Trotz der Niederlage überwiegt ein Gefühl von Stolz und die Erkenntnis, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist, wie Deutschlands Top-Scorerin Laura Klugenach dem Spiel zusammenfasste: „Es war das erwartete schwere Spiel.“

Kluge: erfahrung und kaltschnäuzigkeit fehlten
Laura Kluge betonte, dass der deutschen Mannschaft die internationale Erfahrung und die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss fehlten. „Wir haben über kurze Strecken gezeigt, dass wir mithalten können, aber am Ende fehlt uns noch einiges“, so die Stürmerin der Boston Fleet aus der PWHL. Dennoch sei es ein positives Zeichen, dass das Team im Viertelfinale stand und erstmals ein Tor gegen Kanada erzielen konnte.

Macleod: olympia bringt das beste hervor
Bundestrainer Jeff MacLeod hob die Bedeutung der Teilnahme an den Olympischen Spielen hervor: „Olympia holt das Beste aus den Spielerinnen und den Teams heraus.“ Er betonte, dass die Mannschaft viel gelernt habe und sich weiterentwickeln werde. Die Teilnahme habe dem deutschen Fraueneishockey insgesamt geholfen, an Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Künast: fortschritte sind deutlich erkennbar
Auch Christian Künast, DEB-Vorstand Sport, zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden der Mannschaft: „Ich bin sehr zufrieden – mit dem Viertelfinale und auch mit dem siebten Platz in der Endabrechnung.“ Er betonte, dass die Spielerinnen gezeigt hätten, dass sie auf diesem Niveau mithalten können, und dass die Fortschritte im Vergleich zu vor einigen Jahren deutlich erkennbar seien.

Blick nach vorn: mehr erfahrung durch pwhl
Laura Kluge sieht einen Schlüssel zur weiteren Entwicklung im Sprung weiterer deutscher Spielerinnen in die PWHL. „Es würde helfen, wenn noch mehr Spielerinnen die Chance hätten, dort täglich gegen die Top-Spielerinnen aller Nationen zu spielen“, erklärte sie. Aktuell sind neben ihr nur noch Torhüterin Sandra Abstreiter und Verteidigerin Nina Jobst-Smith in der besten Frauen-Liga der Welt aktiv.
Macleod fordert mehr internationale vergleiche
Bundestrainer Jeff MacLeod wünscht sich mehr internationale Vergleiche, insbesondere gegen die Top-Nationen wie Tschechien, die Schweiz, Finnland, Schweden sowie die USA und Kanada. „Wir müssen öfter gegen diese Top-Nationen antreten, um zu lernen und uns zu verbessern“, forderte er. Für MacLeod war es übrigens das erste Länderspiel überhaupt gegen Kanada.
Rückreise und unterstützung für die männer
Das Team reist am Montag zurück nach Deutschland. Vorher werden die DEB-Frauen am Sonntagabend die deutschen Männer bei ihrem Duell gegen die USA unterstützen. Die Rückreise erfolgt teils per Flug, teils mit dem Bus nach Füssen, wie Celina Haider mitteilte.
