Darderi: triumph in rom, tonsille-op und comeback

Rom – Luciano Darderi hat in Rom Geschichte geschrieben, bevor er sich einer notwendigen Operation unterziehen musste. Der argentinisch-italienische Tennisprofi, der aktuell auf Platz 18 der Weltrangliste rangiert, blickt in einem exklusiven Bericht auf eine Saison voller Höhen und Tiefen zurück – und offenbart die dramatischen Hintergründe seines Aufstiegs.

Die magische nacht im foro italico

Die Erinnerung an den Sieg gegen Alexander Zverev im Foro Italico ist noch lebendig. Darderi beschreibt die Szene: „Foro Italico, die Bnp Paribas Arena mit sechs tausend Fans, die mich anfeuerten. Zverev servierte zum Match am 6:1, 5:4. Ich schloss die Augen und sah ein leeres Stadion – nur ich, konzentriert auf mein Ziel. Ich sagte mir: ‚Luciano, das darf nicht so enden, nicht hier in Rom.‘“ Mit einem beeindruckenden Comeback, inklusive eines 6:0 im dritten Satz, sicherte er sich den Sieg. Ein Sieg, der mit einem Kuss auf das Tattoo seiner Großmutter Elisa gefeiert wurde – „der schönste und wichtigste Sieg meiner Karriere.“

Doch der Weg zum Halbfinale war alles andere als einfach. Nach einer Enttäuschung im Doppel mit Tsitsipas in Madrid folgte eine kurze Pause mit Trainingssessions in Mailand und Fano, wo sein Vater Gino, ein zentraler Anker in seinem Leben, ihm zur Seite stand. Die Problematik der vergrößerten Mandeln, die ihn seit Jahren plagten, verschlimmerte sich zunehmend. „Es ist ein Problem, das mich schon seit einiger Zeit begleitet, aber in letzter Zeit hat es sich verschärft: verstopfte Atemwege, Halsschmerzen, Erkältungen, Husten, Schlafstörungen, ein ständiges Gefühl von Müdigkeit.“

Von der euphorie zur medizinischen notwendigkeit

Von der euphorie zur medizinischen notwendigkeit

Die Matches gegen Hanfmann und Tommy Paul, den er zuvor zweimal unterlegen war, waren nervenaufreibend, aber letztlich erfolgreich. Der Traum von Rom begann Gestalt anzunehmen. Doch die Anstrengung forderte ihren Tribut. Der Sieg gegen Zverev führte ihn ins Halbfinale – ein Spiel, das fast um Mitternacht begann und durch Rauchbomben unterbrochen wurde. Darderi bewies jedoch mentale Stärke und gewann schließlich mit 6:0 im dritten Satz.

Der Traum endete im Halbfinale gegen Ruud. Darderi, erschöpft und mit zitternden Beinen, konnte dem Norweger nicht standhalten. „Ich war nur ein Schatten meiner selbst, die Müdigkeit war einfach zu groß.“ Trotz der Enttäuschung zeigte er sich fair und entschuldigte sich bei den Zuschauern.

Nach dem Turnier wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, die jedoch keine eindeutigen Ergebnisse lieferten. Darderi entschied sich, nach Hamburg zu reisen, wo er jedoch feststellen musste, dass die Entzündung der Mandeln sich weiter verschlimmert hatte. Dies beeinträchtigte sein Spiel auch beim Roland Garros, wo er im zweiten Satz gegen Comesana kämpfen musste, aber letztlich verlor.

Die Entscheidung war gefallen: eine Mandelentfernung. „Mit klaren Augen sehe ich nun, dass ich eine Chance verpasst habe. Aber das ist der Tennis.“ Am 1. Juni wurde die Operation in Buenos Aires durchgeführt. „Ich bin nicht der Typ, der sich in einem Krankenhaus einschüchtert. Ich bin ruhig. Aber ich bin neugierig: Wird sich meine Stimme verändern?“, fragte er sich. Der Arzt beruhigte ihn: „Nur bei Kindern.“

Nun folgt die Reha. Darderi wird voraussichtlich ab der Woche des 21. Juni in Mallorca wieder auf den Platz zurückkehren. „Ich würde mich freuen, wenn ich das Ergebnis aus Wimbledon im letzten Jahr wiederholen könnte.“ Und er hat eine wichtige Verabredung: Er lädt die kleine Camilla, die ihm in Rom die Hand gereicht hatte, zu einem Besuch im Hotel Inghilterra ein, wo er ihr einen Blumenstrauß und ein signiertes Trikot überreicht – ein kleiner, aber bedeutsamer Schritt, um seine Entschuldigung auszudrücken. Die Zukunft wird zeigen, ob Darderi seine Form wiederfinden und an seine Erfolge anknüpfen kann. Seine Entschlossenheit und sein unerschütterlicher Glaube an sich selbst sind jedoch ein Versprechen für weitere spannende Kapitel in seiner Karriere.