Bvb: kovac am scheideweg? stimmung kippt im signal iduna park!
Dortmund – Die schwarz-gelbe Euphorie ist verflogen. Nach dem zweiten Ligaspiel in Folge, dem 1:2 in Hoffenheim, steht der BVB vor einem ernsthaften Problem. Was einst als vielversprechende Saison begann, droht im Chaos zu versinken – und das nur ein Jahr, nachdem man sich noch sensationell für die Champions League qualifizierte.
Die achterbahnfahrt der dortmunder fußball-saison
Die Erinnerungen an die letztjährigen Aufholjagd sind noch frisch. Mit einer beeindruckenden Serie katapultierte sich der BVB auf den vierten Platz und sicherte sich den erhofften Einzug in die Königsklasse. Doch unter Niko Kovac wirkt das Team wie ein Schatten seiner selbst. Die Diskrepanz zwischen der letztjährigen Leistung und dem aktuellen Zustand ist erschreckend.
Oliver Müller und Manfred Sedlbauer diskutieren in der neuesten Folge des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“ diese besorgniserregende Entwicklung. „Der Trend ist vor allem deshalb so bedenklich, weil der Kontrast so groß ist im Vergleich zur vergangenen Saison“, so Müller. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Stimmung so schnell verschlechtert.“
Es geht nicht nur um die jüngsten Niederlagen gegen Leverkusen und Hoffenheim, sondern auch um den glücklichen Sieg in Stuttgart. Der Spannungsabfall ist offensichtlich und wirft Fragen auf. Die Mannschaft scheint den Vorsprung, der ihr in der bisherigen Saison zugeschrieben wurde, nun zu verspielen.

„Es bröckelt“ – was fehlt dem bvb wirklich?
„Ich habe das Gefühl, es bröckelt“, gesteht Müller offen. Er vermisst vor allem „Haltung und Einstellung“ bei den Spielern. Sedlbauer ergänzt, dass besonders die Atmosphäre im Team gelitten hat. Sollten die Verfolger weiter aufholen und der BVB am Ende sogar die Vizemeisterschaft verlieren, droht eine regelrechte Krise.
Obwohl der Abstand zu RB Leipzig aktuell noch komfortable fünf Punkte beträgt, stellt sich die Frage: Wie gut ist der BVB wirklich? Kovac kritisierte nach dem Hoffenheim-Debakel die mangelnde Konzentration: „Eine Halbzeit sind wir eher nur Beobachter.“ Ein deutlicher Hinweis auf die Probleme, die das Team plagen.

Die trainersache und die watzke-karte
Die Diskussion über Ideenlosigkeit und spielerische Mängel begleitet den BVB nun schon seit geraumer Zeit. Während Kovac sich bisher auf die Ergebnisse verlassen konnte, sind diese nun weggefallen. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Ist der Trainer noch die richtige Wahl? Müller spricht bereits von einer „Trainerdiskussion“, die vor wenigen Wochen noch undenkbar schien.
Ein weiteres Indiz für die angespannte Lage sind die Äußerungen von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Seine Bestätigung der Ausstiegsklausel von Nico Schlotterbeck und sein plötzliches, unkonventionelles Auftreten deuten darauf hin, dass er die Situation sehr genau beobachtet und möglicherweise Alarm schlägt. Sedlbauer bezeichnet Watzke als „Frühwarnsystem“ – ein deutliches Signal, dass etwas nicht stimmt.
Die Zahlen lügen nicht: Gegen Top-Teams holte der BVB in dieser Saison lediglich drei Siege. Vier Pleiten und vier Unentschieden sprechen eine deutliche Sprache. Auch das frühe Aus im DFB-Pokal gegen Leverkusen unterstreicht die Schwächen des Teams.
Die Verantwortlichen in Dortmund müssen nun handeln, bevor die Situation völlig ausser Kontrolle gerät. Denn eines ist klar: Wenn sich der BVB nicht noch einmal zusammenreißt, droht nicht nur der Verlust der Vizemeisterschaft, sondern auch eine tiefe Krise, die den gesamten Verein erschüttern könnte. Der Druck auf Kovac und die gesamte Mannschaft steigt – und die Zukunft des BVB schwebt in der Schwebe.
