Bundesliga-trainerchaos droht: wer hält die kohleneste?
Die Gerüchteküche brodelt, die Saison neigt sich dem Ende zu – und die Bundesliga steht vor einem regelrechten Trainer-Tsunami. Während sich die Vereine öffentlich nach Kontinuität sehnen, tanzt die Realität nach ganz anderen Melodien. Die Frage ist nicht, ob es Veränderungen geben wird, sondern wie viele Klubs sich im Sommer neue Coaches suchen müssen.
Dortmunds dilemma: spaß oder erfolg?
Im Signal Iduna Park ist die Unruhe kaum zu übersehen. Niko Kovac steht im Sommer vor dem Aus, obwohl er den BVB wieder in die Champions League geführt hat. Der Vorwurf ist altbekannt: Der Fußball ist nicht unterhaltsam genug, es fehlt an spielerischem Glanz. Die Fans scheinen dabei vergessen zu haben, wie hart der Weg nach oben einst war. Wie laut würden die Buhrufe ausfallen, wenn Dortmund zwar attraktiven Offensivfußball spielen würde, dafür aber in der unteren Tabellenhälfte dümpeln würde? Ein Gedanke, der die Verantwortlichen sicherlich ebenso beschäftigt wie die Suche nach einem Nachfolger.

Sieben klubs im trainer-limbo
Doch Dortmund ist nicht allein. Nicht weniger als sieben Bundesliga-Klubs stehen vor einer Zäsur. Augsburg, Union Berlin, Köln, Wolfsburg – hier sind die Weichen für die neue Saison noch nicht gestellt. In Berlin und Köln drängt es die Leistungsträger, in die Trainersuche eingeweiht zu werden. Sportchef Horst Heldt (Union) und sein Kölner Kollege Thomas Kessler stehen unter großem Druck, die passenden Männer zu finden.

Leverkusen, gladbach, frankfurt: ungewissheit im mittelfeld
Auch bei Bayer Leverkusen gibt es Überlegungen, ob der Däne Kasper Hjulmand tatsächlich die langfristige Lösung ist oder lediglich eine Übergangslösung darstellt. Eugen Polanski hat in Gladbach mit seiner Übernahme im November einiges wieder gut gemacht, doch ob er auch nach dem Sommer das Ruder in der Hand hält, ist fraglich. Rouven Schröder, der Sportdirektor, scheint da noch nicht entschieden zu sein – ein Alarmsignal für den aktuellen Coach.
Frankfurt am scheideweg: riera unter beschuss
Am prekärsten scheint die Lage in Frankfurt zu sein. Albert Riera hat seit seinem Amtsantritt im Februar für wenig Begeisterung gesorgt. Ob er über den Sommer hinaus an der Seitenlinie stehen wird, ist höchst ungewiss. Sportvorstand Markus Krösche könnte sich bei einer schnellen Trennung fragen müssen, ob er einen Fehlgriff begangen hat.
Das Trainerkarussell dreht sich unaufhaltsam, und die Bundesliga-Vereine müssen sich auf turbulente Zeiten einstellen. Während die Klubs zittern, können die freien Trainer nur grinsen. Die nächste Saison verspricht, auf und neben dem Platz, spannend zu werden.
