Bergischer hc: pokalsensation in köln? wasielewski schürt die hoffnung!
Der Bergische HC hat Handball-Deutschland vor eine Zitterpartie gestellt. Nach einem dramatischen Siebenmeterwerfen gegen den SC Magdeburg wittert der Aufsteiger beim Final Four des DHB-Pokals die große Überraschung – und das, obwohl die Liga-Abstiegssorgen weiterhin präsent sind.
Emotionaler auftritt: wasielewski nach dem coup
Johannes Wasielewski, der unbestrittene emotionaler Anführer des BHC, ließ die Euphorie nach dem 4:3 im Penaltyschießen gegen Magdeburg kaum verbergen. „Jetzt wartet Berlin, ja, aber wer ist Berlin?“, fragte er rhetorisch, bevor er fortfuhr: „Alles ist möglich. Hat man doch heute gesehen, oder nicht?“ Seine Worte sind mehr als nur leere Phrasen; sie spiegeln den unbändigen Glauben an die eigenen Möglichkeiten wider, der den Bergischen HC in dieser Saison auszeichnet.
Der Sieg gegen Magdeburg, ein Team von internationalem Format, war ein Beweis für die immense Abwehrarbeit des BHC. „Wir hätten es vielleicht früher klar machen können, aber mit Siebenmeterwerfen, ey Leute. Mehr Spannung geht nicht. Und ein geileres Gefühl gibt es nicht, dann die beste Mannschaft der Welt zu schlagen“, jubelte Wasielewski. Die Erschöpfung ist spürbar, doch die Freude überwiegt. „Ich freue mich jetzt ehrlich gesagt auf ein Bierchen heute und dann Regeneration, Regeneration. Es ist noch nicht zu Ende.“

Füchse berlin: gidsel vor pokal-premiere
Am Sonntag steht das Finale gegen die Füchse Berlin an, den amtierenden Meister und haushohen Favoriten. Für den dänischen Superstar Mathias Gidsel, der in der Kölner Lanxess Arena für die Füchse glänzt, kommt es dabei zu einer Premiere: Er hat noch nie den DHB-Pokal gewonnen und noch nie einen Titel in dieser Halle gefeiert. „Das habe ich jetzt fast von jedem Journalisten in diesem Raum gehört“, gab Gidsel zu, während er die schwierigen Bedingungen in Köln hervorhob. „Ich hoffe, dass ich das morgen schaffen kann, sodass ich diese Frage nicht mehr gestellt bekomme.“
Die Kölner Arena wird zum Schauplatz eines Duells zweier Welten: Der erfahrenen, titelhungrige Gidsel gegen den hungrigen, unerwarteten BHC. Die Füchse haben im Halbfinale den TBV Lemgo Lippe knapp mit 39:36 bezwungen, doch der BHC wird ihnen alles in den Weg legen. Es ist ein David gegen Goliath-Szenario, aber in der Welt des Handballs ist alles möglich – wie der Sieg gegen Magdeburg eindrucksvoll bewiesen hat.
Die Spieler des BHC wissen, dass sie am Rande eines historischen Erfolgs stehen. Die Frage, die sich nun stellt, ist nicht, ob sie gewinnen können, sondern wie sie die Füchse Berlin in Schach halten werden. Denn eines ist klar: Der Bergische HC hat Blut geleckt und reist nach Köln, um Geschichte zu schreiben. Die Chance auf den ersten Pokalsieg ist real, und die Spieler werden alles daransetzen, diese Chance zu nutzen.
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