Atubolu patzt: freiburgs europa-traum wankt!
Ein Patzer der denkbar ungünstigeren Art! Noah Atubolu, der sonst so zuverlässige Torwart des SC Freiburg, steht nach dem Hinspiel des Europa-League-Halbfinales gegen Sporting Braga im Zentrum der Kritik. Die 1:2-Niederlage in Braga lässt die Fans des Bundesligisten fassungslos zurück. Ein Sieg, der so nah war, ist in der allerletzten Minute durch einen individuellen Fehler verspielt worden.
Die last-minute-demütigung und atubolus geständnis
Die Partie war geprägt von einer Achterbahn der Gefühle. Nach einem frühen Rückstand durch Demir Ege Tiknaz gelang Vincenzo Grifo per Elfmeter den Ausgleich. Der SC Freiburg präsentierte sich vor allem in der ersten Halbzeit überzeugend, doch Braga schlug im Nachschuss zu. Mario Dorgeles' Treffer in der Nachspielzeit, bei dem Atubolu den Ball unglücklich vor die Füße des Gegenspielers prallen ließ, war der Schockmoment für die Freiburger Anhänger. „Das Problem war, dass ich den Ball nicht sehe“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Atubolu nach dem Spiel bei RTL. Ein Geständnis, das die Situation noch verschärft.
Lothar Matthäus ließ wenig Zweifel daran, dass Atubolu in der Szene „schlecht aussieht“. Trainer Julian Schuster versuchte, die Situation herunterzuspielen: „Es ist erst die Hälfte gespielt. Zu Hause mit den Fans ist alles möglich.“ Aber die Worte des Coaches können den bitteren Nachgeschmack der Niederlage kaum mildern. Die Tatsache, dass Atubolu, der im vergangenen Jahr mit fünf gehaltenen Elfmetern in Folge einen Bundesligarekord aufgestellt hat, nun selbst in der Kritik steht, macht die Situation für den Verein und den Spieler zusätzlich kompliziert.

Heimstärke als letzte hoffnung – und die frage der zukunft
Der SC Freiburg kann am kommenden Donnerstag im Heimspiel alles wieder gutmachen. Die Mannschaft hat in dieser Europa-League-Saison alle ihre Heimspiele gewonnen und die Chance auf ein Endspiel in Istanbul ist noch intakt. Die Fans stehen geschlossen hinter dem Team, doch die Leistung in Braga hat gezeigt, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt. Vincenzo Grifo betonte: „Ich glaube, dass wir zu Hause eine große Wucht haben.“ Ob diese Wucht ausreicht, um den Patzer in Braga wettzumachen, bleibt abzuwarten. Und während die Fans hoffen, muss sich Atubolu der Frage stellen, wie er mit der Kritik umgehen und seine Leistung stabilisieren kann. Gerüchte über einen möglichen Abschied aus dem Breisgau halten sich hartnäckig.
Die Niederlage gegen Braga hat nicht nur die Europa-League-Hoffnungen des SC Freiburg beschädigt, sondern auch Fragen über die Zukunft des jungen Torwarts aufgeworfen. Ein Endspiel in Istanbul wäre die perfekte Bühne, um sich zu rehabilitieren – oder ein weiterer Schritt in Richtung Abschied.
