Kuh schlägt skifahrerin: suter verpasst finale nach irrer stall-attacke
Lillehammer – Das Finale hätte ihr Saisonhöhepunkt werden sollen. Stattdessen sitzt Jasmina Suter mit einem Kuhhuf-Abdruck am Schläfenknochen zu Hause. Die Speed-Spezialistin verpasst das Weltcup-Finale in Lillehammer, weil eine Milchkuh im elterlichen Stall ausholte und sie niederschlug. Die Folge: Gehirnerschütterung, Punkte-Notstand, Saison-Aus.
Das Rennen war Mitte März in Soldeu, Andorra. Suter wollte eigentlich nur den Helfer-Overall ihrer Eltern tragen, stattdessen traf sie der Huf eines 600-Kilo-Tiers frontal am Kopf. „Kleines Update von mir: kurz vor Andorra wurde ich von einer Kuh am Kopf getroffen (kein Witz)“, schreibt die 30-Jährige auf Instagram. Das klingt wie Satire, ist bitterer Ernst.

Die punkte lügen nicht – und sie lügen gegen suter
Ohne Starts in Soldeu fehlten der Schweizerin 40 Punkte zur Qualifikation für das norwegische Finale. Im Super-G der Saison landete sie nur auf Rang 28. Die besten 25 dürfen in Lillehammer um Kristall kämpfen. Ihr bestes Winter-Resultat war ein zwölfter Platz in St. Moritz – zu selten, zu spät.
Der Schweizer Skiverband bestätigt die Blessur und den Hergang. Stall-Arbeit sei Teil ihrer mentalen Abwechslung gewesen, hiess es. Nun ist Pause angesagt. „Mein Kopf braucht Zeit zur Erholung“, schreibt Suter. Die Ironie: Am 9. April winken noch die Schweizer Meisterschaften in ihrem Heimatort. Ein Mini-Comeback? Nur, wenn die Symptome endlich verstummen.
Die Konkurrenz zieht indes davon. Mikaela Shiffrin und Lena Dürr liefern sich in Lillehammer ein Slalom-Duell um den Gesamtweltcup, während Suter sich mit Schwindelattacken und Lichtempfindlichkeit plagen muss. Für sie bleibt nur ein Trost: Nächste Saison kann sie wieder angreifen – vorausgesetzt, die Kuh bleibt hinter dem Einstiegstor.
