Kroos fordert mehr gehalt für laimer – hoeneß mahnt zur vernunft

München – Die Personalie Konrad Laimer beim FC Bayern München sorgt für Unruhe. Während Toni Kroos dem Rekordmeister empfiehlt, in den vielseitigen Defensivmann zu investieren, warnt Ehrenpräsident Uli Hoeneß vor überzogenen finanziellen Erwartungen. Der Poker um die Zukunft des österreichischen Nationalspielers spitzt sich zu.

Vertragsverhandlungen stocken – forderungen zu hoch?

Vertragsverhandlungen stocken – forderungen zu hoch?

Der Vertrag von Konrad Laimer läuft im Sommer 2027 aus, und die Verhandlungen über eine Verlängerung gestalten sich zäh. Berichten zufolge liegen die Gehaltsvorstellungen des Spielers deutlich über dem, was der FC Bayern bereit ist, langfristig zu zahlen. Die Situation ist angespannt, und es liegt an beiden Parteien, eine Einigung zu erzielen, bevor andere Vereine im Sommer 2026 einsteigen.

Toni Kroos, der das Bayern-Trikot ebenfalls mit Stolz getragen hat, plädiert klar für eine Verlängerung. „Er ist wichtig für die Mannschaft. Er hat seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt. Und das darf man bei Spielern nicht unterschätzen, die keine 40 Tore machen, auch denen ’nen Euro zu bezahlen“, erklärte der Weltmeister von 2014 in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“. Kroos betonte zwar, keine genauen Zahlen zu kennen, signalisierte aber deutlich, dass Laimers Wert für das Team über rein quantitative Leistungen hinausgeht.

Hoeneß’ deutliche Worte: Weniger euphorisch äußerte sich hingegen Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Er gestand zwar, Laimer als „Spieler, den ich sehr liebe“ zu schätzen, betonte aber gleichzeitig: „Aber er ist eben nicht Maradona.“ Hoeneß mahnte zur Vernunft und erinnerte daran, dass Laimer seine finanziellen Möglichkeiten realistisch einschätzen müsse. „Was er aktuell verdient, können nur sehr wenige Vereine in Europa überhaupt anbieten“, so der Aufsichtsratsmitglied.

Die Diskrepanz zwischen Kroos’ und Hoeneß’ Aussagen offenbart die unterschiedlichen Perspektiven innerhalb des Vereins. Während Kroos die sportliche Bedeutung von Laimer hervorhebt, warnt Hoeneß vor einem Gehaltsgefüge, das die wirtschaftliche Stabilität des FC Bayern gefährden könnte. Die Kompany-Elf ist auf ihn angewiesen. Der 28-Jährige hat sich in dieser Saison als unumgänglicher Bestandteil der Mannschaft etabliert und überzeugt durch seine Vielseitigkeit und sein Engagement. Seine Leistungen sprechen für sich – er ist ein echter Allrounder, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf den Außenbahnen und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungen bald wieder Fahrt aufnehmen und eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wird – denn ein Verlust von Konrad Laimer wäre für den FC Bayern ein herber Schlag.