Szeged: deutsche rudererinnen kämpfen um olympia-tickets!
Die Weltklasse-Kanu-Sprint-Saison ist eröffnet – und für das deutsche Team geht es in Szeged (Ungarn) um nichts Geringeres als die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Ein furioser Auftakt mit zwei Medaillen, aber auch knappe Niederlagen zeigen: Der Kampf um die Olympia-Tickets wird hart.

Spannung pur: deutsches k4 knapp am wm-titel vorbeischrammt
Der mit Spannung erwartete Lauf des K4 über 500 Meter der Damen, die Titelverteidigerinnen, lieferte ein packendes Rennen. Sara Ouzande, Lucía Val, Daniela García und Bárbara Pardo gaben alles, doch am Ende waren es nur zwei Hundertstelsekunden, die ihnen den Sieg vor dem starken chinesischen Team verwehrten. Eine bittere, aber auch motivierende Erfahrung für das Quartett, das sich mit Silber (1:29.63) begnügen musste. Die letzten Paddelschläge waren ein Nervenkrimi, der die Zuschauer in Atem hielt.
Auch Pablo Graña konnte sich in das Medaillenspiegel eintragen. Der Galizier sicherte sich Bronze im C1 über 200 Meter in einer Zeit von 38.30 Sekunden. Sergey Svinarev aus Russland dominierte den Lauf mit einer beeindruckenden Zeit von 38.05 Sekunden, gefolgt von Artur Guliev aus Usbekistan (38.17 Sekunden). Graña zeigte eine starke Leistung, blieb aber knapp hinter den beiden internationalen Top-Athleten.
Die weiteren Rennen brachten gemischte Gefühle. Angels Moreno und Viktoria Yarchevska beendeten ihren C2-Lauf über 500 Meter auf dem vierten Platz, während Laia Pelachs im K1 über 1000 Meter den fünften Rang erreichte. Pablo Crespo kämpfte sich im K1 über 1000 Meter auf den neunten Platz vor.
Für heute Nachmittag stehen weitere spannende Rennen an, insbesondere der K1-Lauf über 200 Meter mit Carlos Arévalo und der C1-Lauf über 500 Meter mit María Corbera. Die deutschen Hoffnungsträgerinnen und -hoffnungsträger werden alles daran setzen, ihre Chancen auf eine Ticket für Los Angeles weiter zu verbessern. Der Druck ist hoch, aber die Motivation scheint ungebrochen.
Die Ergebnisse aus Szeged zeigen deutlich: Der Weg zu Olympia ist steinig, aber die deutschen Kanuten und Kanu-Sprinterinnen sind bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen und ihre Ziele zu verfolgen. Nur die Besten werden sich für die Spiele qualifizieren, und der Wettbewerb ist hart.
