Krefeld pinguine starten playoffs mit zehn tagen rost auf den kufen

Zehn Tage kein Eis unter den Kufen, dafür jetzt direkt Vollgas gegen Landshut. Die Krefeld Pinguine müssen in der DEL2-Viertelfinal-Serie vom 19. März 2026 aus dem Stand auf Playoff-Tempo umschalten – ein Balanceakt, der selbst Meister-Trainer Thomas Popiesch nervös macht.

Popiesch warnt vor „wettkampf-loch“

„Du kannst trainieren, bis dir die Lunge raucht, du wirst diesen Modus nicht simulieren“, sagte der 47-Jährige gestern auf der Pressekonferenz. Die Pinguine sind seit dem 7. März spielfrei, weil sie als Hauptrunden-Sieger die Pre-Playoffs sausen ließen. Nun droht der berüchtigte Deutschland-Cup-Effekt: nach jeder längeren Nationalelf-Pause patzen die Top-Teams regelmäßig den ersten Wechsel. Popiesch rechnet mit „holprigen ersten zehn Minuten“ und einer kurzen Anlaufphase, in der seine System-Elf „vielleicht zunächst nur 80 Prozent“ abrufen kann.

Die Zahlen sprechen trotzdem für Krefeld. 114 Punkte, 39 Siege, 229 Tore – kein DEL2-Klub war offensiver und defensiver zugleich. Torjäger Max Newton (66 Punkte) und Verteidiger Davis Vandane (Defensivspieler des Jahres) führen eine Truppe, die sich in der Breite so flexibel anfühlt wie selten zuvor. Geschäftsführer Peer Schopp gibt sich kämpferisch: „Hauptrunde war Etappe eins. Jetzt wollen wir den Titel und den damit verbundenen Aufstieg.“

Landshut heizt mit pre-playoff-feuer ein

Landshut heizt mit pre-playoff-feuer ein

Gegenüber steht der EV Landshut, der sich erst in den Pre-Playoffs richtig erwischt hat. Mit 4:1 und 7:3 gegen die Düsseldorfer EG bewies Uwe Krupps Ensemble, dass die Spät-Saison-Talfahrt nur ein Ausrutscher war. In der Hauptrunde gewann Krefeld zwei der vier Direktduelle – doch beide Niederlagen kassierten die Pinguine auswärts, wo der Eisarena Landshut zur Festung wird. Popiesch: „Die Serie wird eng, da bin ich überzeugt. Wir spielen gegen eine sehr gute Mannschaft, die gerade Selbstvertrauen tankt.“

Für Krefeld spricht die Frische. Zehn Tage Regeneration bedeuten gesundere Kniegelnke, weniger Abrufe vom Medizin- und mehr vom Video-Staff. Die Frage ist nur, wie schnell sich Rhythmus und Spielintensität zurückkehren. Landshut dagegen hat Match-Praxis, aber auch Kilometer in den Beinen. Wer als erstes die Special-Teamsdominiert, dürfte die Serie früh knebeln – Best-of-Seven erlaubt keinen Fehlstart.

Fakt ist: Die Pinguine haben sich die Pause redlich verdient. Ob sie diese Pause nun nutzen oder verfluchen, entscheidet sich in den ersten 20 Minuten am Mittwoch. Dann wird klar, ob Krefeld tatsächlich von Null auf Hundert beschleunigt – oder ob Landshut die hausherren direkt ins Eisloch stolpert. Die Antwort gibt’s live bei TSV Pelkum Sportwelt, wo wir die Highlights und Emotionen der Playoff-Nacht einfangen.