Kovac zündet endspurt: dortmund will champions-league-himmel nach bergamo-blues
Niko Kovac biss die Zähne zusammen, als die Bayern Atalanta wegfegeten. 6:1. Dortmunds Trainer schaute mit zuckendem Kiefer zu – sein BVB war dort vor drei Wochen mit 1:4 raus. Der Unterschied: München feiert, Dortmund schuftet.
„Wir waren traurig, klar“, sagte Kovac am Donnerstag. „Aber Trauer wird zu Energie.“ Neun Liga-Spiele, eine Devise: Champions-League-Ticket lösen. „Und dann wird es besser gemacht.“

Augsburg droht als erste schicksalswoche
Samstag, 15.30 Uhr, Signal-Iduna-Park. Der FC Augsburg ist kein Geschenk – drei Siege in Serie, zwölf Tore. Kovac warnt: „Das wird schwierig, das garantiere ich. Wir müssen ans Maximum.“
Die Personalie Felix Nmecha liefert Munition. Vertrag bis 2029 unterschrieben, Nationalspieler, Mittelfeld-Motor. Kovac schwärmt: „Er ist in einem guten Alter, erreicht langsam den Peak-Bereich. Menschlich eine Vollgranate.“
Knackpunkt Nico Schlotterbeck. Entscheidung offen, Verhandlungen laufen. Kovac trennt klar: „Jeder Fall einzeln. Unterschiedliche Bedingungen.“
Julian Brandt geht, das verkündete der Klub. Kovac wünscht „alles Gute“, verdrängt den Abgang. Fokus: Punkte. Platz vier liegt vier Zähler vor dem BVB. Die Tabelle erlaubt keinen Ausrutscher.
Kovac zieht die Bremse hoch. „Wir haben die Qualität. Jetzt zählt Charakter.“ Die Saison ist sein Finale. Keine Pokal-Rettung, nur Liga-Realität. Wer nicht läuft, fliegt.
