Kovac kritisiert strittige elfmeterentscheidung in leipzig – bvb verliert boden
Dortmunds trainer niko kovac nach remis in leipzig verärgert
Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund, zeigte sich nach dem 2:2-Unentschieden bei RB Leipzig äußerst verärgert über eine nicht gegebene Elfmeterentscheidung. Die strittige Szene im Topspiel erinnerte den Coach an seine Vergangenheit als Judoka. “Für mich war das ein klarer Elfmeter. Jetzt wird sicher jemand sagen, er stellt den Fuß rein. Aber ich war früher Judoka. Das ist eine Innensichel oder Außensichel. Das ist für mich ein Foul”, erklärte Kovac nach der Partie.

Die strittige szene: adeyemi zu fall gebracht?
Beim Stand von 1:2 war Karim Adeyemi in der 89. Minute im Strafraum zu Fall gekommen, nachdem er mit Castello Lukeba von Leipzig in Zweikampf geraten war. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied jedoch gegen einen Elfmeter. Kovac machte dem Schiedsrichter zwar keinen Vorwurf, betonte aber die Rolle des VAR: “In der Geschwindigkeit kann er das in der Position vielleicht nicht sehen. Aber dafür gibt es ja den VAR. Und der muss das sehen. Für mich ist das eine glasklare Fehlentscheidung.”

Kehl stimmt kovac zu: „var hätte eingreifen müssen“
Auch Sebastian Kehl, Sportdirektor des BVB, stimmte der Einschätzung des Trainers zu. “Natürlich stellt Karim den Fuß rein. Das macht ein Stürmer so. Das ist ein klarer Elfmeter, und der VAR hätte eingreifen müssen.” Laut Kehl zeige die Ansicht der Hintertorkamera, dass Lukeba den Ball “nullkommanull” berührt habe.
Selbst leipzigs baumgartner räumt fehler ein
Überraschenderweise räumte sogar Christoph Baumgartner von RB Leipzig, der beide Tore für die Gastgeber erzielt hatte, bei Sky ein: “Hätte ich ein gelbes Trikot an, würde ich mich beschweren. Für mich ist es einer.” Diese Aussage unterstreicht die Brisanz der Situation und die mögliche Benachteiligung des BVB.
Acht punkte rückstand auf bayern münchen
Durch das Remis vergrößert sich der Rückstand von Borussia Dortmund auf Spitzenreiter Bayern München, der Eintracht Frankfurt mit 3:2 besiegt hatte, auf nunmehr acht Punkte. Die Meisterschaft scheint für den BVB damit in weiter Ferne zu liegen.
Fokus liegt auf bergamo: champions league wichtiger
Der BVB erwartet am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) ein wichtiges Champions-League-Playoff-Rückspiel bei Atalanta Bergamo. Anschließend empfängt der BVB am kommenden Samstag die Bayern zum Spitzenspiel. Kehl betonte jedoch, den Fokus zunächst auf Bergamo legen zu wollen: “Ich möchte nicht über Bayern München sprechen, ich will den Fokus auf Bergamo legen. Das ist für den Klub ein unglaublich wichtiges Spiel. Und wir sollten uns nicht nach einem 2:0 in Sicherheit wiegen.”
