Kompany lässt presse-team im leverkusen-stau sitzen – interne wut beim fc bayern
Wieder einmal war Vincent Kompany nicht da, als seine Kollegen ihn brauchten. Nach dem 1:1 in Leverkusen versammelte sich die komplette Presseabteilung des FC Bayern in der Mixed-Zone, doch der Belgier schlenderte einfach vorbei – direkt in den Mannschaftsbus. Die Kameras liefen, die Reporter warteten vergeblich.

Die szene, die niemand im verein kommentiert
Was wie ein kleines Versehen aussieht, ist laut internen Beobachtern ein Muster. „Das ist nicht das erste Mal“, sagt ein Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden will. „Vincent ist ein netter Mensch, aber er versteht nicht, dass der Trainer auch nach außen hin Verantwortung trägt.“ Die Folge: Sky, BILD und DAZN mussten ihre Liveschalten kurzfristig umbauen, weil der 38-Jährige sich weigerte, drei Minuten zu sprechen.
Maximilian Koch, Leiter der Medienabteilung, sprintete noch hinterher, doch Kompany winkte nur ab. „Nächstes Mal“, murmelte er und verschwand. Die Reaktion im Verein fiel knapp aus. „Wir sind FC Bayern, kein Dorfklub“, zitiert die Süddeutsche Zeitung einen Vorstandsmitarbeiter. Die Stimmung kocht.
Die Zahlen sind vernichtend: Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2025 hat Kompany erst an fünf von 18 Auswärtsspielen die Pflicht-Pressekonferenz mitgemacht. Das ist weniger als Julian Nagelsmann (15/18) und noch unter dem Minimalwert, den die DFL-Statuten eigentlich vorschreiben. Sollte der Trend anhalten, droht ein Bußgeld – und ein Imageschaden, den sich die Münchener in der heißen Meisterschaftsphase nicht leisten können.
Die Fans merken es. Auf Twitter kursiert das Video der verlassenen Reporter bereits mit über 400.000 Abrufen. Die Top-Kommentare: „Kompany redet nur, wenn’s läuft“ und „So sieht Führung nicht aus“. Die Kritik trifft einen Klub, der sich sonst als Kommunikations-Vorreiter sieht.
Am Dienstag wartet das Champions-League-Viertelfinale in Madrid. Da wird Kompany reden müssen – ob er will oder nicht. Denn die Uefa stellt Mikrofone auf, bevor jemand in den Bus steigt. Kein Entkommen. Die Verantwortlichen in der Säbener Straße haben ihm das bereits klargemacht. Die nächste Ausrede zählt nicht mehr.
