Kompany fordert uefa-kurswechsel: gelb-sperren-wahnsinn in der champions league!

München – Vincent Kompany, der Coach des FC Bayern, hat die Segel im Kampf gegen die aktuellen UEFA-Regularien zur Gelb-Sperren in der ChampionsLeague aufgeklappt. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die harten Strafen für Innenverteidiger, die in einer ohnehin schon anstrengenden Saison kaum eine Chance haben, ohne Sperre auszukommen.

Die uefa-regularien: ein drahtseilakt für verteidiger

Die aktuelle Regelung sieht vor, dass Spieler nach der dritten Gelben Karte im Laufe der Saison für ein Spiel gesperrt werden. Nach den Viertelfinals werden diese Verwarnungen zwar „gelöscht“, doch Kompany bemängelt, dass selbst dies nicht ausreichend ist, um die Belastung für die Abwehrspieler zu verringern. „Drei Gelbe Karten für einen Innenverteidiger – wenn du das schaffst, hast du einen guten Job gemacht. Trotzdem kannst du für das Halbfinale gesperrt werden. Das finde ich schon hart“, so der ehemalige Verteidiger.

Die Vielzahl der Spiele in der Bundesliga, kombiniert mit den Champions-League-Partien, macht es für die Abwehrspieler nahezu unmöglich, ohne Sperre durch das Turnier zu kommen. Kompany deutete an, dass die UEFA hier dringend nachjustieren müsse, um eine Situation zu vermeiden, in der Leistungsträger aufgrund von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter oder geringfügigen Vergehen aus dem Rennen genommen werden.

Bayern vor dem viertelfinal-rückspiel: vier stars in gefahr

Bayern vor dem viertelfinal-rückspiel: vier stars in gefahr

Besonders brisant ist die Situation vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (21.00 Uhr/DAZN). Gleich vier Bayern-Profis drohen eine Sperre für ein mögliches Halbfinale: Kapitän Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer. Bei einer weiteren Gelben Karte müssten sie das Hinspiel der Runde der letzten Vier verpassen. Auch bei Real Madrid herrscht Gefahr: Fünf Spieler, darunter die Superstars Kylian Mbappé, Vinicius Junior und Jude Bellingham, stehen vor dem Aus.

Aurélien Tchouaméni ist bei den Königlichen nach einer Verwarnung im Viertelfinal-Hinspiel (1:2) bereits für das Rückspiel gesperrt. Die Situation zeigt deutlich, dass das aktuelle System zu hart und ungerecht sein kann, insbesondere für die Abwehrspieler, die Woche für Woche über sich hinaus müssen, um die Defensive ihrer Teams zu stabilisieren. Kompanys Forderung nach einer Überprüfung der UEFA-Regeln ist daher mehr als berechtigt.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die UEFA auf die Kritik des Bayern-Coaches reagiert und die Regeln entsprechend anpasst. Bis dahin müssen die Spieler beider Teams mit äußerster Vorsicht agieren, um nicht wertvolle Kräfte für die entscheidenden Phasen der Saison zu verlieren. Die Entscheidung der UEFA könnte den weiteren Verlauf des Wettbewerbs maßgeblich beeinflussen.