Kolumbiens rentner bekommen mehr zeit: so holen sie sich ihr geld bis 25. märz 2026

Bis zum 25. März 2026 klopft die Kasse noch einmal. Wer in Kolumbien das Rentenprogramm Colombia Mayor bezieht und die Zahlungen der Zyklen 1 und 2 (Januar/Februar 2026) verpasst hat, kann jetzt nachlegen – ohne Strafe, ohne Bürokratie, ohne Wenn und Aber.

Das Sozialministerium Departamento para la Prosperidad Social (DPS) öffnet die Türen erneut, weil Corona-Angst, Transportchaos und lange Schlangen Tausende älterer Menschen zuvor abgehalten hatten, ihren Unterstützungsbetrag abzuholen. Die Deadline galt bisher als eisern. Nun weicht das Ministerium der Realität: Viele Rentner wohnen in Bergdörfern, sind gehbehindert oder haben einfach kein Smartphone, um sich Termine zu merken.

So klappt die zweite chance

So klappt die zweite chance

Die Devise heißt: SuperGIROS oder jede seiner 11.000 Partnerstellen im ganzen Land. Dort wartet das Geld, bar auf die Hand. Mitbringen müssen Sie nur den originalen Cédula, also den Personalausweis. Keine Kopien, keine Unterschriften, keine Gebühr. „Wir zahlen Cent für Cent aus, ohne Abzug“, versprechen die Kassierer, die extra geschult wurden, Seniorinnen und Senioren geduldig zu bedienen.

Krank und selbst gehen unmöglich? Dann darf eine Vertrauensperson kassieren – aber nur mit notariell beglaubigtem Poder. Ein schwaches „Ich bin sein Neffe“ reicht nicht. Das Notariat kostet umgerechnet umgerechnet etwa 15 Euro, doch das Geld holen Sie bei fünfmaliger Nutzung der Verlängerung locker wieder rein.

Die Logistik ist Trick Nummer zwei: Jeder Municipio kann den finalen Stichtag leicht nach vorne oder hinten schieben, je nach Verkehr, Wetter oder Fiestas. Deshalb vorab anrufen oder auf prosperidadsocial.gov.co schauen – dort erscheint ein rotes Banner mit dem exakten Tag für Ihre Stadt. Wer bislang keine SMS erhielt, sollte die kostenlose Hotline 01-8000-951100 wählen. Die Mitarbeiter prüfen live, ob ein Betrag offen ist.

Und die Beträge sind nicht peanuts: Rund 120 Euro pro Zyklus fließen an 5,2 Millionen Empfänger. Wer beide Nachzahlungen kassiert, holt sich also fast 250 Euro – in einem Land, wo die Monatspension durchschnittlich bei 260 Euro liegt. Damit lässt sich die nächste Arztrechnung oder das Weihnachtsgeschenk für die Enkel finanzieren.

Die Frist verläuft still. Kein Trommeln, keine Fernsehspots. Das DPS setzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda und die Kraft der Gemeinde. Wer bis 25. März 2026 nicht kassiert, verliert den Anspruch – und das Geld fließt zurück in den Fonds für neue Anträge. Die Uhr tickt, aber diesmal haben die Älteren das Heft in der Hand.