Kolumbien demütigt usbekistan: cannavaro sprach von 'barranquilla in mexiko'

Ein Fußballfest der Extraklasse im Estadio Azteca! Die kolumbianische Nationalmannschaft hat Usbekistan mit 3:1 in der Gruppe K der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 besiegt. Doch der Sieg war nur die halbe Wahrheit – die Atmosphäre, die die kolumbianischen Fans in die mexikanische Hauptstadt brachten, hat selbst einen Weltmeister wie Fabio Cannavaro sprachlos gemacht.

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Die 'gelbe wand' – ein entscheidender faktor

Es war mehr als nur ein Sieg; es war eine Demonstration kolumbianischer Leidenschaft. Das Estadio Azteca, traditionell ein neutraler Boden, verwandelte sich in eine Replik von Barranquilla oder Bogotá, als die kolumbianischen Anhänger das Stadion in ein brodelndes Meer aus Gelb verwandelten. Der italienische Trainer Usbekistans, Fabio Cannavaro, der selbst als Spieler die WM 2006 gewann, zeigte sich sichtlich beeindruckt. „Es war nicht einfach“, gab er im Anschluss zu. „Wir haben in Mexiko gespielt, aber es fühlte sich an, als würden wir in Kolumbien spielen, mit all den kolumbianischen Fans hier.“

Für die usbekische Mannschaft, die ihr erstes WM-Spiel überhaupt bestreitet, war der Ansturm der kolumbianischen Fans ein Schock. Cannavaro räumte ein, dass die fehlende Erfahrung gegen ein solches Publikum und eine so leidenschaftliche Mannschaft einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hatte. „Hier zu spielen ist wunderbar, etwas, das meine Spieler nie vergessen werden. Aber gegen Mannschaften wie Kolumbien oder Portugal ist es nicht einfach; nach zehn Minuten beginnen sie, die Kontrolle zu verlieren, weil sie es nicht gewohnt sind.“

Das Spiel selbst verlief zunächst zäh. Usbekistan agierte defensiv und versuchte, die Angriffe Kolumbiens zu unterbinden. Doch die mühsam aufgebaute Deckung brach in der 40. Minute, als Daniel Muñoz mit einem präzisen Schuss die Führung für Kolumbien erzielte, was die jubelnden Fans in Ekstase versetzte. Auch wenn Usbekistan in der zweiten Halbzeit durch Abbosbek Fayzullaev zum Ausgleich kam, war es der unermüdliche Druck der kolumbianischen Fans und die individuelle Klasse der Spieler, die letztendlich den Unterschied machten. Luis Díaz sorgte in der 65. Minute für die erneute Führung, bevor Jaminton Campaz in der Nachspielzeit den Endstand von 3:1 festlegte.

Cannavaro verteidigte seine Mannschaft, betonte aber, dass die Niederlage in dieser Höhe zu hart sei. „Wenn ein kleines Team wie unseres so arbeitet wie heute, dann ist eine 3:1-Niederlage zu viel. Ich glaube, die zweite Halbzeit meines Teams war sehr gut, aber wir haben in entscheidenden Momenten die Nerven verloren.“

Die kolumbianische Mannschaft hat mit diesem Sieg nicht nur die ersten drei Punkte in der Gruppe K gesichert, sondern auch bewiesen, dass sie zu den Favoriten auf den Einzug ins Turnier gehören. Und Fabio Cannavaro, der Weltmeister, wird diesen Abend im Estadio Azteca so schnell nicht vergessen – er sah, wie die Leidenschaft einer Nation ein ganzes Stadion in einen brodelnden Vulkan verwandelte und eine usbekische Mannschaft, die alles gegeben hatte, in die Knie zwang. Die 'Gelbe Wand' Kolumbiens hat mehr als nur ein Spiel entschieden – sie hat eine Legende verzaubert.