Köln zertrümmert straubing mit dreierpack und stellt del-rekord ein

Die Haie schlugen zurück – und wie. Nach drei Pleiten in Serie schmiss der Tabellenführer in Straubig eine 6:3-Granate und schrieb dabei Geschichte: 116 Punkte nach 52 Spielen, das hatte zuletzt nur Mannheim geschafft.

Janne juvonen wuchtet den rekord auf die eigene schulter

Der Schlussmann bügelte zwei früfe Gegentore weg und wurde zum Bollwerk, als die Tigers in der 55. Minute auf 3:3 stellten. 33 Sekunden später hatte Valtteri Kemiläinen den Puck schon wieder im Netz versenkt – ein Schock, aus dem die Gastgeber nicht erwachten. Brady Austin und Kapitän Moritz Müller schaufelten zwei weitere Treffer nach, ehe die Sirene die Rekordjagd besiegelte.

Die Szene des Abends: Kemiläinens Handgelenksschuss aus spitzem Winkel, der die Bande so laut knallen ließ, dass selbst die Straubinger Fanblock-Trommel verstummte. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur Punkte sammeln, sondern auch Charakter haben“, sagte Müller nach seiner 400. DEL-Vorlage.

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Mit dem Rutsch auf Rang drei verpassten die Tigers nicht nur Heimrecht in Runde eins, sondern kassieren nun die Eisbären – den Titelverteidiger. Für Köln hingegen bedeutet der Sieg: Warten statt Kettenrauchen. Das Team darf aussortieren, wer in der Vorschlussrunde auf sie wartet.

Trainer Mike Pellegrims Blick war schon weiter gerichtet: „116 Punkte sind schön. Aber die wirkliche Saison beginnt jetzt.“ Die Haie haben sich warm geschossen – und die Liga sollte sich warm anziehen.