Köln ataca, st. pauli resiste: kampfgeist reicht nicht!
Ein leidenschaftlicher, aber letztlich torloser Kampf im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga: Der 1. FC Köln und der FC St. Pauli trennten sich am Freitagabend mit einem 1:1 (0:0) im hochgelegenen Millerntor-Stadion. Für den 1. FC Köln bedeutet dies ein kleiner Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf, während die Hamburger weiterhin in akuter Gefahrenzone stehen.
Wagner hält die kölner im aufwind
Interimstrainer René Wagner kann vorerst erleichtert sein: Er bleibt auch im dritten Spiel ungeschlagen und hat die Mannschaft offenbar stabilisiert. Allerdings hätte der FC die Chance gehabt, sich hier deutlicher von St. Pauli abzusetzen, doch die Entscheidungskraft fehlte am Ende.
Die Partie begann mit einer beeindruckenden Choreografie der FC-Fans, die das Stadion mit Rauch und Pyrotechnik in einen Hexenkessel verwandelten. Doch spielerisch deutete zunächst wenig auf einen dramatischen Abend hin. El Mala und Hountondji hatten in der Anfangsphase zwar erste gefährliche Aktionen, aber es fehlte an Spielfluss.
Karol Mets brachte Köln in der 69. Minute nach einer Ecke in Führung, doch Luca Waldschmidt gelang es, durch einen Elfmeter – nach Videobeweis – den Ausgleich zu markieren (86.). Ein verdienter Punkt für den FC, der sich vor allem durch seine offensive Leidenschaft nach der Pause auszeichnete. Said El Mala traf mit einem kapitalen Abschluss an die Latte, während Bülter auf Kölner Seite einen Kopfball von der Linie klärte.
Die Hamburger verteidigten leidenschaftlich, doch die Kölner waren dem Tor immer näher. Der Foulelfmeter, der durch einen Zweikampf zwischen Kaminski und Mets an der Grundlinie resultierte, war letztlich der verdiente Lohn für eine engagierte Leistung des 1. FC Köln.
Die Situation im Tabellenkeller bleibt angespannt. Sollte der VfL Wolfsburg am Samstag gegen Union Berlin gewinnen, wäre der direkte Abstiegsplatz für St. Pauli nur noch zwei Punkte entfernt. Der FC hat nun fünf Punkte Vorsprung auf die Hamburger und kann sich in den kommenden Spielen entscheidend weiter von der Gefahrenzone entfernen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der FC den Klassenerhalt sichern kann, ist gestiegen, doch die Aufgabe bleibt enorm.

Die hamburger in der bredouille
Für den FC St. Pauli hingegen geht es ernst. Seit Ende Februar wartet der Verein auf einen Sieg und hängt nun fest auf dem Relegationsplatz. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um den Abstieg zu vermeiden. Es gilt, die Leidenschaft zu bewahren und schnellstmöglich wieder Punkte einzufahren.
Die Faustregel im Abstiegskampf ist einfach: Wer nicht gewinnt, hat bereits verloren. Und in diesem Fall muss St. Pauli die Konsequenzen seines Unvermögens im Moment akzeptieren.
