Kokkinakis kämpft sich zurück: triumph nach 4 stunden!
Paris bebte, als Thanasi Kokkinakis in einem epischen Kampf Terence Atmane mit 7:5, 3:6, 6:3, 5:7, 7:5 bezwang. Ein Match, das nicht nur vier Stunden und 20 Minuten dauerte, sondern auch eine Geschichte von Verletzungen, Rückschlägen und dem unbändigen Willen eines australischen Kämpfers schrieb.
Ein comeback, das emotionen weckt
Kokkinakis, der aufgrund eines geschützten Rankings überhaupt erst am Start war, präsentierte sich in einer Form, die viele überraschte. Nach einer Phase, in der er kaum Spiele bestreiten konnte, offenbarte er eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit und mentale Stärke. Das Publikum im Court Patrial, der Atmosphäre einer Davis-Cup-Partie gleichkommend, wurde Zeuge eines Kampfes, der an die großen Zeiten des Tennis erinnerte.
Ein ungewöhnliches Schicksal: Kokkinakis' Weg zurück an die Spitze war alles andere als geradlinig. Ein fast zwei Jahre andauerndes Drama, gekrönt von einem komplizierten Eingriff an der Schulter, in dem sogar ein Teil des Muskelbündels entfernt werden musste, um die Schmerzen zu lindern. „Meine Situation ist nicht normal“, gestand der Australier in der Pressekonferenz. „Ich hatte niemanden, mit dem ich darüber sprechen konnte. Nicht einmal der Arzt von Nadal wusste Rat.“
Die Verletzung, die er selbst mit einem „Bodybuilder-Unfall“ bezeichnete, war so ungewöhnlich, dass sie selbst erfahrene Mediziner vor Rätsel stellte. Kokkinakis offenbarte, dass er sich während des Spiels oft mehr um seinen Arm als um den Gegner sorgte. „Es ist seltsam, wenn man auf den Platz geht und denkt, der Gegner sei zweitrangig“, so der 30-Jährige.

Ein blick in die zukunft
Trotz der Herausforderungen und der sich nähernden Altersgrenze hält Kokkinakis an seinem Traum fest. „Ich habe meinem Team gesagt, dass ich bis zum Australian Open 2027 spielen werde“, erklärte er entschlossen. „Wenn es dann nicht besser wird, ist wahrscheinlich Schluss.“ Doch der Sieg gegen Atmane gibt ihm Hoffnung und den Glauben daran, dass er noch nicht am Ende seiner Karriere angekommen ist. Er hat gelernt, seine neue Normalität zu akzeptieren und jeden Tag zu nutzen, um sich zu verbessern.
Die nächste Hürde: Im zweiten Runde trifft Kokkinakis auf Pablo Carreño Busta. Ein schwieriges Match, aber für den revitalisierten Australier ist alles möglich. Er hat bewiesen, dass er auch unter extremen Bedingungen kämpfen und gewinnen kann. Sein unbändiger Wille und seine Leidenschaft für den Sport werden ihn dabei unterstützen, sein Ziel zu verfolgen – ein letztes Kapitel in einer bewegten Karriere zu schreiben.