Mcilroy verwöhnt die champions: ein dinner voller genuss und erinnerungen
Rory McIlroy hat den Champions' Dinner im Augusta National auf eine Art und Weise zelebriert, die man so vielleicht noch nicht erlebt hat. Nicht die übliche Parade nationaler Köstlichkeiten, sondern eine kulinarische Reise, die den Gästen, darunter einige Golflegenden, ein unvergessliches Erlebnis bot. Die Atmosphäre war gelöst, die Gespräche angeregt – und das Essen, oh mein, das Essen!
Ein hauch von new york und ein augenzwinkern für die heimat
Anders als viele seiner Vorgänger, die stolz ihre kulinarischen Wurzeln präsentierten, entschied sich McIlroy für eine überraschende Strategie. Er ließ sich von seinen New Yorker Lieblingsrestaurants inspirieren, insbesondere von Le Bernardin, einem renommierten Seafood-Tempel. „Ich wollte etwas Besonderes schaffen, etwas, das meinen Gästen schmeckt und ihnen gleichzeitig ein Lächeln ins Gesicht zaubert“, erklärte McIlroy später.
Ein Blick auf die Speisekarte offenbarte die Vielfalt seiner Inspirationen. So gab es beispielsweise Bacon-wrapped Dates, eine Hommage an seine Mutter Rosie, gefolgt von Peach & Ricotta Flatbreads, eine kreative Interpretation der lokalen georgianischen Küche. „Ich wollte unbedingt auch regionale Zutaten einbauen“, so McIlroy. Der rock shrimp tempura erwies sich als absoluter Publikumsliebling – ein Beweis dafür, dass manchmal die einfachsten Dinge die besten sind. Ein weiterer, humorvoller Höhepunkt war der Auftritt von Mini-Elk Sliders, eine Erinnerung an McIroy's Vorbereitung auf den Masters im letzten Jahr – eine Anekdote, die für Gelächter sorgte.
Das Carpaccio, eine Meisterleistung: Besonders beeindruckt zeigte sich McIlroy mit dem Yellowfin Tuna Carpaccio, inspiriert von Le Bernardin. Er ließ die Köche des Augusta National sogar mit den Kollegen aus New York zusammenarbeiten, um das Gericht in Perfektion umzusetzen. „Das war wirklich cool!“, schwärmte er.

Wagyu und wein: ein fest für alle sinne
Für das Hauptgericht bot McIlroy seinen Gästen eine Auswahl: Filet Mignon vom Wagyu-Rind oder gegrillten Lachs. Als Beilage servierte er sautierte Rosenkohl und karamellisierte Karotten – Zutaten, die ihn in seiner Kindheit aus dem Garten seiner Eltern stammten. Und schließlich der süße Abschluss mit Sticky Toffee Pudding und Vanilleeis.
Doch das Highlight des Abends war zweifellos die Weinauswahl. McIlroy, ein bekennender Weinliebhaber, hatte die Weinkeller des Augusta National sorgfältig durchforstet. Ein Salon Brut Champagne 2015 eröffnete den Abend, gefolgt von einem Domaine Leflaive Batard Montrachet 2022 – ein Weißwein, der McIlroy besonders am Herzen liegt. Zum Rotwein servierte er einen Chateau Lafite Rothschild 1990, ein Jahr, das für ihn besondere Bedeutung hat, da er damit seine triumphalen Masters-Erfolge feierte. Den krönenden Abschluss bildete ein Chateau D'Yquem 1989, ein Sauternes, der mit seinem Jahrgang McIlroys Geburtsjahr zusammenfällt – ein persönlicher Wink. „Ich habe viel Wert auf die Weine gelegt“, erklärte McIlroy. „Ich bin ein großer Fan und habe vor etwa zehn Jahren angefangen, eine Sammlung anzulegen.“
Das Champions’ Dinner unter Rory McIlroys Regie war mehr als nur ein Essen. Es war eine Hommage an die Freundschaft, die Leidenschaft für den Golfsport und die Freude am guten Geschmack. Und es zeigte einmal mehr, dass der irische Charme auch kulinarisch seine Wirkung nicht verfehlt.
