Kniat vom platz geflogen – bielefeld kämpft weiter im abstiegskampf

Ein Schlusspfiff, der schmerzt: Arminia Bielefeld muss im Kampf gegen den Abstieg nicht nur auf dem Platz, sondern auch an der Seitenlinie federn. Coach Mitch Kniat sah nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum die rote Karte und wird das kommende Spiel beim 1. FC Kaiserslautern von der Bank aus verfolgen müssen. Ein herber Rückschlag für die Ostwestfalen, die sich nun ohne ihren Erfolgstrainer auf eine schwere Aufgabe einstellen müssen.

Die eskalation nach dem spielende

Die Partie gegen Bochum endete zwar mit einem Punktgewinn, doch der schmeckt im Abstiegskampf bitterlich wenig. Nach dem Abpfiff kam es zu einer hitzigen Diskussion zwischen Kniat und Schiedsrichter Tobias Stieler. Der Coach, sichtlich frustriert über den Spielverlauf, soll sich Stieler gegenüber unsportlich verhalten haben, was dem Referee zu einer sofortigen roten Karte verhalf. Ein Fehler, den Kniat selbst bedauert: „Es ist mein Fehler, es tut mir brutal leid und trifft mich echt hart.“

Dfb-strafe: sperre und geldstrafe

Dfb-strafe: sperre und geldstrafe

Die Hoffnung auf eine milde Strafe zerschlug sich jedoch schnell. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teilte am Dienstag mit, dass Kniat im Einzelrichterverfahren aufgrund des unsportlichen Verhaltens mit einem Innenraumverbot für das nächste Meisterschaftsspiel sowie einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro belegt wurde. Das bedeutet: Keine Anweisungen von der Seitenlinie, kein Kontakt mit den Spielern während des Spiels. Eine enorme Belastung für das Team in einer Phase, in der jeder Punkt zählt.

Das restprogramm und die herausforderung kaiserslautern

Das restprogramm und die herausforderung kaiserslautern

Für Arminia Bielefeld bedeutet das, dass sie am Freitagabend (18:30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim 1. FC Kaiserslautern ohne die direkte Unterstützung ihres Trainers auf dem Platz stehen müssen. Das Restprogramm ist ehrlicherweise alles andere als einfach: Nach dem Spiel gegen Kaiserslautern folgt das Heimspiel gegen Hertha BSC, das gleichzeitig die letzte Partie der Saison ist. Die Entscheidung über den Klassenerhalt wird also am letzten Spieltag fallen. Ob die Arminen diese Hürde ohne Kniat am Spielfeldrand nehmen können, bleibt abzuwarten. Der Druck ist enorm, die Aufgabe gewaltig – aber Aufgeben ist keine Option.

Die Mannschaft muss nun zeigen, dass sie auch ohne ihren Coach geschlossen an einem Strang ziehen kann. Die Fans müssen den Rücken stärken und die Arminen mit ihrer Unterstützung zum Erfolg führen. Denn im Fußball ist alles möglich – auch ein überraschender Klassenerhalt.