Kniat fehlt am betzenberg: jara springt ein – so reagiert arminia

Kaiserslautern fiebert dem Duell gegen Arminia Bielefeld entgegen, aber an der Seitenlinie wird es eine ungewohnte Szene geben: Coach Mitch Kniat muss von der Tribüne aus zusehen. Seine Rote Karte gegen Bochum zieht Konsequenzen, doch die Ostwestfalen wollen sich davon nicht entmutigen lassen. Daniel Jara übernimmt das Ruder – und das ist kein unbeschriebenes Blatt.

Vertrauter co-trainer für den job

Die Situation ist für Arminia keineswegs neu. Bereits in der vergangenen Saison, als die Mannschaft noch in der 3. Liga kickte, musste Kniat aufgrund einer Sperre ein Spiel von der Seitenlinie aus verpassen. Damals sprang ebenfalls Daniel Jara ein, und der Erfolg gab ihm Recht: Ein souveräner 3:0-Sieg bei 1860 München. Kniat betont die besondere Verbindung, die er zu seinem Co-Trainer hat: „Wenn der eine einen Gedanken hat, hat der andere ihn schon fast ausgesprochen.“ Das Arbeitsklima im Staff sei „einmalig“, so der Chefcoach.

Keine panik in bielefeld: vorbereitung läuft reibungslos

Keine panik in bielefeld: vorbereitung läuft reibungslos

Trotz des Ausfalls von Kniat herrscht in Bielefeld keine ungewöhnliche Anspannung. „Für die Mannschaft ändert sich nicht viel, wir sind genauso gut vorbereitet wie immer“, stellt der 40-Jährige klar. Er blickt zurück auf eine intensive Trainingswoche und räumt ein, dass die Wortwahl gegen Bochum – insbesondere der Begriff „geisteskrank“ – unglücklich war. „Das hat da natürlich nichts verloren“, so Kniat, der sich mittlerweile mit dem Schiedsrichter Tobias Stieler auseinandergesetzt hat und zu dessen konsequenter Linie anerkennt: „Ich glaube, dass man da Fingerspitzengefühl haben kann.“

Der blick zurück und die herausforderung am freitag

Der blick zurück und die herausforderung am freitag

Die Ereignisse des letzten Spiels, die zur Sperre führten, werden nun hinterfragt. Doch der Fokus liegt klar auf der Aufgabe am Freitag gegen den FCK. Kniat erwartet einen „Hexenkessel“ auf dem Betzenberg, will diesen aber nutzen, um seine Mannschaft zusätzlich zu motivieren. „Wir wissen, dass so ein Heimpublikum auch mal in die andere Richtung schwenken kann“, erklärt der gebürtige Eschweiler.

Taktische knackpunkte und der kampf im abstiegskampf

Taktische knackpunkte und der kampf im abstiegskampf

Die Vorbereitung auf den FCK gestaltete sich alles andere als einfach. Torsten Lieberknechts Mannschaft ist schwer ausrechenbar, variiert zwischen mannorientiertem Pressing und einer tief stehenden Defensive. Besonders die Flankenverteidigung in der Box und die Restverteidigung müssen stimmen, nachdem sie beim Ausgleichstreffer gegen Bochum versagt hatten. „Wir haben es taktisch gut gemacht, haben uns dann aber falsch verhalten“, analysiert Kniat.

Mit 36 Punkten und zwei Zählern Vorsprung vor Fürth befindet sich Bielefeld in einer komfortablen, aber nicht uneingeschränkten Position im Abstiegskampf. Die Chance, durch die parallelen Spiele der Konkurrenz vorlegen zu können, wollen die Ostwestfalen nutzen. Kniat wird nach dem Spiel gegen Kaiserslautern auch die Partien der anderen Teams live im Stadion verfolgen. „Da fährst du als Trainer ins Stadion und bist dann wirklich Fan von einer Mannschaft“, schmunzelt er. Die Spannung steigt, der Abstiegskampf geht in die entscheidende Phase.