Knappe niederlage für deutschland im skispringen: analyse nach dem mixed-wettbewerb
- Knappe niederlage für deutschland im skispringen: analyse nach dem mixed-wettbewerb
- Enttäuschung nach knappem ausgang
- Fehlende emotionalität und der entscheidende sprung
- Haarscharfer medaillenverlust
- Schmitt warnt vor den slowenen
- Chance auf der großschanze und die feier des sieges
- Weitere themen und informationen
Knappe niederlage für deutschland im skispringen: analyse nach dem mixed-wettbewerb
Nach dem triumphalen Olympiasieg von Philipp Raimund auf der Normalschanze hatten sich die Hoffnungen auf eine weitere Medaille im Mixed-Teamspringen geweckt. Doch am Ende reichte es für das deutsche Team „nur“ zum vierten Platz, knapp hinter Slowenien, Norwegen und Japan. Eurosport-Experte Martin Schmitt analysiert die Gründe für das Verpassen des Podiums und warnt vor der Großschanze und den starken Prevc-Brüdern.
Enttäuschung nach knappem ausgang
Philipp Raimund zeigte sich nach dem Wettkampf geknickt und gab zu, dass er nicht mehr die volle Fitness des Vortages gehabt habe. Die Anstrengungen des Einzelwettbewerbs hatten ihre Spuren hinterlassen. Obwohl Felix Hoffmann mit Sprüngen von 100,5 und 102,5 Metern sowie Agnes Reisch mit 95,5 und 96,0 Metern überzeugten und auch Raimunds Sprünge (98,0 und 102,5 m) solide waren, fehlte dem deutschen Team der entscheidende „besondere Sprung“, so die Analyse von Martin Schmitt.

Fehlende emotionalität und der entscheidende sprung
„Es hat die nötige Emotionalität gefehlt. Der Sprung, der das Team mitreißt, ist nicht gelungen. Es hätte heute auch niemand im Einzel eine Medaille gewonnen“, erklärte der 48-Jährige. Der ehemalige Mannschaftsolympiasieger von 2002, Schmitt, schloss mit der Einschätzung ab, dass die Leistung zwar solide war, aber für eine Bronzemedaille nicht ausgereicht habe.

Haarscharfer medaillenverlust
Werner Schuster, ehemaliger Bundestrainer und ebenfalls Eurosport-Experte, bestätigte diese Einschätzung. Letztlich hätten Kleinigkeiten den Unterschied gemacht. Nur 1,2 Punkte fehlten zu Bronze. „Das sind in etwa 60 Zentimeter. Wir sollten gar nicht anfangen, zu suchen. Alle haben ihr Bestes gegeben, es ist sich halt knapp nicht ausgegangen“, so Schuster.
Schmitt warnt vor den slowenen
Die Slowenen, angeführt von Nika und Domen Prevc, konnten sich im Team-Wettbewerb rehabilitieren. Nachdem sich Nika im Einzel mit Silber zufriedengeben musste, zeigten sie im Team eine starke Leistung. Schmitt warnt nun vor den Slowenen bei den kommenden Wettkämpfen auf der Großschanze: „Man fürchtet sich beinahe ein bisschen“, da die Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb neue Kräfte freisetzen könnte. Insbesondere die Stärke von Domen Prevc auf der Großschanze sei bekannt.
Chance auf der großschanze und die feier des sieges
Die deutschen Springer hätten laut Schmitt aber erneut die Möglichkeit, sich durch Training das nötige Gefühl und Selbstvertrauen für die Großschanze zu erarbeiten. Bevor es jedoch weitergeht, müsse der Sieg von Philipp Raimund ausgiebig gefeiert werden. „Dann geht es mit neuer Energie und ganz positiv auf der großen Schanze weiter.“
Weitere themen und informationen
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