Klopp explodiert: real-gerüchte sind reine fiktion
Jürgen Klopp hat am Montagabend die Bombe platzen lassen – und dabei die Bombe in Wahrheit entschärft. Der Kopf von Red Bull Global Soccer zerlegte in 90 Sekunden, was Tage lang titelte: Real Madrid will ihn, er wolle weg. Quatsch, sagt er nun, „Sorry, Madrid“.
„Wann ist eine nachricht eine nachricht?“
Die Frage schleuderte er den Journalisten entgegen, die ihn nach dem MagentaTV-Event in Berlin einfingen. Klopp spielte den Ball zurück: „Wenn Pérez anruft und fragt: ‚Jürgen, hast du Bock?‘ Dann reden wir. Bis dahin ist das Papier, auf dem irgendein Algorithmus orakelt, nur Toilettenlektüre.“
Die Wutrede folgte schnell. OE24 hatte behauptet, Klopp stünde auf der Wunschliste der Königlichen. Die Salzburger Nachrichten mutmaßten, er sei mit seiner Rolle bei Red Bull unzufrieden. Beides, so Klopp, „von denselben Deppen geschrieben“. Er habe weder von Real ein Angebot erhalten noch den Wunsch, Salzburg oder Leipzig zu verlassen. „Je weniger Ahnung jemand hat, desto öfter muss ich angeblich den Standort wechseln.“

Kein anruf, kein angebot, kein thema
Sein Berater neben ihm bestätigte: „Nicht einmal eine E-Mail.“ Klopp legte nach: „Wenn Florentino Pérez wirklich wollte, wüsste ich es. Meine Nummer ist nicht geheim.“ Stattdessen gebe es nur „Echo-Kammern, die sich mit Echo füttern“.
Für Red Bull ist die Sache klar. Oliver Mintzlaff, der Konzern-CEO, hatte die Gerüchte zuvor als „erfunden“ bezeichnet. Klopp unterschrieb: „Ich gedenke nicht, in den Sarg zu hauen. Alles gut.“
Die Lektion für Medien und Fans: Solange das Telefon still steht, bleibt Klopp ein Adler der roten Bullen – und Madrid muss weiter suchen. Die Wahrheit klingt in diesem Fall nach besetztem Ton.
