Kinský ruiniert tottenham: zwei patzer in 16 minuten gegen atlético

Es gibt Fehler, die man vergisst. Und es gibt Fehler, die einen Torhüter für immer verfolgen. Antonín Kinský hat am Dienstagabend gegen Atlético Madrid gleich zwei davon produziert – in weniger als einer Viertelstunde. Das Ergebnis: drei Gegentore, eine Blamage, ein frühzeitiger Gang in die Kabine.

Tudor zieht die reißleine nach 16 minuten

Trainer Igor Tudor schaute lange genug zu. Nach dem dritten Gegentor, beim dem Kinský den Ball regelrecht an Julián Álvarez verschenkte, war die Geduld aufgebraucht. Der tschechische Keeper wurde in der 16. Minute ausgewechselt – nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen zweier kapitaler Böcke, die das Spiel bereits entschieden hatten. Kinský verschwand direkt in der Kabine. Für ihn kam Guglielmo Vicario, der eigentlich auf der Bank saß und dort hätte bleiben sollen.

Ein torhüter, der seit monaten nicht gespielt hatte

Ein torhüter, der seit monaten nicht gespielt hatte

Was Tudor zu dieser Entscheidung bewogen hat, bleibt sein Geheimnis. Kinský hatte zuletzt am 29. November gespielt – und auch damals verlor Tottenham. In der Premier League war er seit über einem Jahr nicht mehr aufgetaucht. Tudor stellte ihn trotzdem überraschend in die Startelf, ließ den erfahrenen Vicario auf der Bank schmoren. Nach einem Viertelstunde war das Experiment beendet.

Der erste Fehler: ein verunglückter Abstoß, der direkt in den Aufbau des Gegners führte. Der dritte Treffer: Kinský ließ den Ball durch die Hände gleiten, Álvarez bedankte sich. Zwei Szenen, die in den nächsten Wochen in jeder Zusammenfassung auftauchen werden.

Das gesetz der champions league: fehler werden bestraft

Das gesetz der champions league: fehler werden bestraft

Die Champions League ist kein Ort für Wackelkandidaten. Auf diesem Niveau kostet ein einziger Fehler ein Spiel – zwei kosten die Würde. Kinský hat das auf die brutalste Art erfahren, die der Fußball kennt: öffentlich, live, vor Millionen Zuschauern, mit dem Trainer, der keine drei Sekunden zögert, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Für Tottenham war es eine dieser Nächte, über die man lieber schweigt. Für Kinský beginnt jetzt das Schwierigste: wieder aufzustehen, obwohl alle das Fallen gesehen haben.