Kimmich setzt sich für sané ein – „verstehe die kritik nicht“

Winston-Salem – Nach dem glatten 7:1-Erfolg gegen Curacao im WM-Qualifikationsspiel hat Nationalspieler Leroy Sané Kritik einstecken müssen. Doch Kapitän Joshua Kimmich lässt seinen Teamkollegen nicht im Stich und verteidigt ihn energisch. Ein deutliches Signal an die Öffentlichkeit, das zeigt: In der Mannschaft zählt der Zusammenhalt.

Sanés einsatz steht außer frage

Sanés einsatz steht außer frage

Die Diskussionen um Leroy Sanés Leistungen im DFB-Team sind nichts Neues, doch Kimmich zeigt nun klar seine Position. „Ich finde das nicht verständlich“, erklärte der Kapitän am Dienstag im Trainingslager in Winston-Salem. „Er war extrem engagiert, hat mich auf unserer Seite nie alleine gelassen und ist immer wieder zurückgesprintet.“ Es sei wichtig, die Leistung des Spielers im Kontext der gesamten Mannschaftsleistung zu betrachten. „Ja, er hat kein Tor gemacht, daran wird er von außen gemessen. Aber das ist nur ein Aspekt. Wichtig ist, dass wir das intern als Mannschaft und mit dem Trainer so sehen.“

Kimmich betonte, dass es zwar wünschenswert sei, wenn Sané in jedem Spiel drei Tore erzielen würde, doch seine Aufgaben reichten darüber hinaus. „Er hat auch andere Aufgaben, die er sehr gut gemacht hat. Daher verstehe ich die Kritik nicht, schon gar nicht nach einem so deutlichen Ergebnis wie 7:1.“ Der Kapitän scheint fest davon überzeugt zu sein, dass Sané eine wichtige Rolle im Team spielt, unabhängig von der Torausbeute.

Es ist ein Zeichen des Respekts und der Solidarität innerhalb des DFB-Teams. Während die Öffentlichkeit oft einzelne Spieler anhand von Statistiken beurteilt, zeigt Kimmich, dass im Profifußball der Teamgeist und die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen, entscheidend sind. Die Leistung einzelner Spieler wird oft überbewertet, während die kollektive Arbeitsmoral zu oft zu kurz kommt.