Zverev kämpft sich gegen kopriva zum achtelfinaleinzug
Halle. Alexander Zverev hat sich beim ATP-Turnier in Halle zu einem hart erkämpften Sieg gegen Vit Kopriva gezwungen. Der French-Open-Sieger präsentierte sich vor heimischem Publikum alles andere als souverän, doch am Ende setzte sich seine Klasse durch. Ein kurioser Nachmittag im westfälischen Halle wird den Fans noch lange in Erinnerung bleiben.
Ein auftakt nach maß – und dann die nerven
Zverev begann das Match vielversprechend und ging durch einen frühen Break in Führung. Der erste Satz glich einer Demonstration seiner Stärke auf Rasen. Doch im zweiten Durchgang zeigte Kopriva, dass er nicht ohne Grund die Nummer 64 der Welt ist. Der Tscheche hielt mit dem Deutschen Schritt, und Zverev wirkte plötzlich verunsichert. Die Spannung stieg ins Unermessliche, als Kopriva einen Breakball nutzte und den Satz ausgleichen konnte. Es war der Moment, in dem die Frage aufkam: Kann der frischgebackene French-Open-Champion mit dem immensen Druck umgehen, der auf ihm lastet?

Kuriositäten und nervenflattern am netz
Der dritte Satz brachte dann nicht nur sportliche, sondern auch kuriose Momente. Eine kurzzeitige Unterbrechung durch den Einsatz des Sanitätszuges störte den Spielfluss, und Zverev schien von den umstrittenen Linienurteiligkeiten irritiert. Ein Ball, den er fälschlicherweise für aus hielt, wurde ihm vom Schiedsrichter sogar noch zugesprochen – ein Zeichen für die angespannte Atmosphäre. "Es war ein Kampf, wie ich ihn selten erlebe," kommentierte Zverev nach dem Spiel.

Die entscheidung: doppelfehler und souveräner endspurt
Doch Zverev revanchierte sich prompt und nutzte zwei Doppelfehler von Kopriva zum entscheidenden Break. Von diesem Zeitpunkt an übernahm er das Kommando und schaltete den Turbo ein. Mit einem deutlichen 6:2 im dritten Satz sicherte er sich den Einzug ins Viertelfinale.
In Runde zwei erwartet Zverev nun ein rein deutsches Duell gegen Yannik Hanfmann, der überraschend Joao Fonseca ausgeschaltet hat. Ob Zverev seine Nerven in Schach halten kann und die Chance nutzt, sich gegen einen Landsmann zu beweisen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Das Turnier in Halle verspricht weiterhin spannende Momente.
