Kiel und flensburg liefern sich 116. nordderby – binnen fünf tagen die zweite schlacht

Am Samstag um 20 Uhr knallt es wieder. Die Handball-Bundesliga wirft Kiel und Flensburg in die Wunderino-Arena – nur 96 Stunden nach dem 36:29 der Zebras in der European League. Die SG will Revanche, der THW die Champions-League-Lücke. Fünf Punkte trennen die Rivalen bereits, ein Sieg wäre für Kiel Gold wert.

Pekeler erwartet „krieg um jeden zentimeter“

Pekeler erwartet „krieg um jeden zentimeter“

Hendrik Pekeler spricht aus, was jeder in der Kabine denkt: „Diesmal wird es rauer, schneller, schmutziger.“ Der Kreisläufer spürte am Dienstag noch Luft nach oben – vor allem in der Deckung. Flensburrgs Rückraum lief sich zu leicht frei, Golla und Co. schalteten erst nach der Pause um. Die Warnung ist angekommen. Drei Tage hat Golla, um die Fehlalarme zu reparieren. „Wir haben mehr zu bieten“, sagt der Kapitän und meint die Halle und sich selbst.

Die Statistik spricht für die SG. Fünf Pflichtspielsiege in Folge in der Liga, zuletzt im November mit 36:34. Viktor Szilagyi nennt das Duell „das größte Spiel, das es im Handball gibt“, obwohl er weiß, dass am Wochenende noch keine Trophäen verteilt werden. Aber die Champions-League-Plätze werden jetzt verteidigt, nicht im Mai.

Free-TV-Fans bleiben außen vor. Dyn sichert sich die Exklusivrechte, beginnt 19.30 Uhr mit Vorberichten. Für 9,99 Euro im Monat streamt man das 116. Nordderby – oder folgt unserem Live-Ticker, der ohne Paywall auskommt.

Die Saison ist noch lang, aber die Richtung entscheidet sich jetzt. Wer am Samstag die Nerven behält, darf im Frühjahr vielleicht schon nach Köln blicken. Wer verliert, muss um jeden Punkt bangen. In Kiel heißt das: Alles oder nichts – schon wieder.