Kiel demontiert flensburg im derby und kämpft um champions league
Der THW Kiel hat am Mittwochabend geliefert – und wie. Ein 37:33-Sieg gegen den Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt im 116. Bundesliga-Landesderby war kein knappes Zittern, sondern eine Machtdemonstration. Die Zebras kletterten mit 36:14 Punkten vorübergehend auf Rang vier und halten ihre Chancen auf die Champions League mit beiden Händen fest.
Wie kiel flensburg im ersten durchgang schon brach
Zur Halbzeit stand es 23:17 – und das erzählt die Geschichte dieses Abends besser als jede Analyse. Die SG-Torhüter parierten im gesamten ersten Durchgang gerade einmal fünf Würfe. Fünf. Nationaltorhüter Andreas Wolff auf der anderen Seite war das genaue Gegenteil: präsent, dominant, der ruhende Pol in einem Sturm, den Kiel selbst entfachte.
Auf Kieler Seite trafen gleich fünf Spieler mindestens fünfmal ins Netz. Lukas Zerbe, Vize-Europameister und einer der aufregendsten Rückraumspieler der Liga, steuerte sechs Tore bei. Das war Handball mit Ansage.

Lasse möller traf 14-mal – und verlor trotzdem
Flensburgs Lasse Möller spielte das Spiel seines Lebens. 14 Tore aus dem Rückraum – eine Zahl, die in normalen Partien über Sieg und Niederlage entscheidet. Nicht heute. Wenn eine Einzelleistung in einem Teamspiel verpufft, sagt das alles über den Zustand des Kollektivs aus. Die SG war schlicht nicht gut genug, und das an einem Tag, an dem sie es sich am wenigsten leisten konnte.
Denn die vierte Saisonniederlage trifft Flensburg doppelt hart: SC Magdeburg bekommt damit eine Steilvorlage im Titelrennen, und der zweite Tabellenplatz – der in jedem Fall zur Königsklasse berechtigt – wackelt plötzlich. Geschäftsführer Viktor Szilagyi hatte vor dem Spiel gesagt: „Für mich ist es das größte Spiel, das es im Handball gibt.
