Kiat lim fliegt nach valencia – und lässt corberán bis 2028 bleiben
Der Klubbesitzer landet, der Coach bleibt: Kiat Lim hat in Valencia unterschrieben, was viele Fans nicht mehr für möglich hielten – Carlos Corberán führt den Valencia CF bis mindestens 2028, also bis zur geplanten Einweihung des neuen Mestalla.
Der deal steht, die pfeife auch
Radio MARCA hatte es vorab gemeldet, nun ist es offiziell: Die Vertragsverlängerung liegt unterschriftsreif auf dem Tisch. Lim war gestern in Paterna, wo ihn CEO Ron Gourlay erwartete – schon lange der wichtigste Fürsprecher des Trainers aus Cheste. Trotz durchwachsener Ergebnisse und trotz der Pfiffe, die Corberán bei jeder Heimspiel-Einführung einstecken muss – das Mikrofon nennt ihn inzwischen nur noch „Carlos“, um den Spott zu dämpfen –, setzt der Eigentümer weiter auf den 41-Jährigen.
Die Begründung ist klar: Die sportliche Planung der vergangenen Transferperioden stammt aus seiner Feder, der Kader entspricht seiner Vorstellung von intensiven, umschaltstarken Fußball. Ein Abriss würde das Projekt sprengen – und Geld kosten, das der Klub nicht hat.

Neues stadion, neue uhrzeit
Lims Terminkalender ist voll. Nach der Kabinen-Ansprache geht’s zur Baustelle des neuen Mestalla. Die Kräne stehen, der Rohbau wächst – diesmal schneller als in den vergangenen zehn Jahren. Der Zeitplan ist ehrgeizig: 2027 soll das 70 000-Zuschauer-Stadion eröffnen, 2028 spielt Valencia dort erstmals international. Dann soll auch Corberán noch auf der Bank sitzen – eine Planung, die in der Stadt für Diskussionen sorgt, aber intern keine Gegenstimmen mehr findet.
Heute Nachmittag folgt die Halbjahresbilanz: Finanzprüfer, Vorstandsmitglieder und Sponsoren treffen sich im Centro de Entrenamiento. Die Lektüre dürfte ungemütlich werden, doch mit dem Trainer-Streif ist zumindest ein strittiges Thema vom Tisch. Valencia setzt auf Kontinuität – ob die Fans mitziehen, wird sich in den nächsten Wochen im Stadion zeigen.
