Kevin wiethaup schlägt schalke aus und landet im wildpark
Kevin Wiethaup ist kein Mann für große Sprünge. Der 20-Jährige lehnte Bundesliga-Kandidat Schalke 04 ab, weil er dort auf der Bank vergammeln würde. Stattdessen unterschreibt er ablösefrei beim Karlsruher SC – und macht damit den KSC zum Sieger eines Transferpokers, in dem eigentlich halb die 2. Bundeslage mitmischte.
Warum schalke plötzlich zu groß erschien
Die Rechnung des Deutsch-Nigerianers ist simpel: Schalke steigt wahrscheinlich auf, aber sein Weg führt dann direkt in die Reservistenrolle. In Karlsruhe dagegen kriegt er Garantie auf Spielzeit und eine Startelf-Chance, die sich in der 3. Liga nur in neun von 15 Partien ergab. Der KSC schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe: Jungstar mit Bundesliga-Potenzial verpflichten, ohne Ablöse zu zahlen – und dabei noch Konkurrenten wie Elversberg und Paderborn abhängen.
Die Wildpark-Stars zückten laut Insidern trotzdem die Scheckhefte: Werbung, Beraterhonorare, Gehalt – alles oben drauf, damit Wiethaup sich für die Badener entscheidet. Technik, Tempo, Box-to-Box-Läufe: Das Kofferwort lautet „Identifikation“. Genau das, was Timon Pauls, Karlsruhes Profifußball-Direktor, betont: „Er findet Lösungen zwischen den Linien und beschleunigt das Spiel mit vertikalen Pässen – das passt zu unserem Plan.“

Osnabrück verliert den liebling, behält die stimme
VfL-Technikchef Daniel Latkowski schluckt. Er wollte Wiethaup unbedingt halten, hatte ihm ein Konzept bis 2027 aufgezeigt. Nun reicht ein respektvolles Statement: „Wir haben keinen Zweifel, dass er bis Sommer zu 100 Prozent für uns brennt.“ Fakt ist: 20 Drittligaspiele, null Tore – trotzdem jagt ihn die halbe Liga. Weil seine Ballannahme unter Druck und sein Antritt in der Transition laut Scoutingsheets zur Elite der U-21-Spieler in Deutschlands dritter Schiene zählen.
Die Karlsruhe-Fans können sich warm anziehen: Mit Wiethaup kommt ein Mittelfeld-Turbo, der lieber in der 2. Liga durchstartet als in der Bundesliga durchzusitzen. Die Message ist klar – wer jetzt noch fragt, warum ein Talent Schalke absagt, hat das System Fußball nicht verstanden. Spielzeit zählt. Und die bekommt Kevin Wiethaup im Wildpark geschenkt.