Kenias afrika-cup-traum: kölns maina im visier!
Ein überraschender Transfer-Poker um einen Bundesliga-Profi sorgt für Gesprächsstoff: Kenia, Gastgeber des Afrika-Cups im kommenden Jahr, buhlt um Linton Maina vom 1. FC Köln. Nationaltrainer Benni McCarthy plant offenbar mit dem jungen Linksaußen, um die Chancen des Teams auf ein erfolgreiches Turnier deutlich zu erhöhen.

Mccarthy reist nach deutschland, um maina zu überzeugen
Die Nachricht sorgte für Aufsehen in der Fußballszene. Benni McCarthy, der erfahrene Nationaltrainer Kenias, will persönlich Kontakt zu Linton Maina aufnehmen. Er plant eine Reise nach Deutschland, um mit dem 26-jährigen Kölner über einen möglichen Wechsel zu sprechen. Maina, dessen Vater kenianischer Abstammung ist, spielte in seiner Jugend für deutsche Nachwuchsnationalmannschaften, entschied sich jedoch bisher gegen eine Repräsentation Kenias. McCarthy hofft nun, ihn von einem Engagement für sein Geburtsland überzeugen zu können – ein strategischer Schachzug vor dem afrika-cup.
Die Neuausrichtung des kenianischen Teams wird durch die Gastgeberrolle zusätzlich verstärkt. Die Qualifikationsspiele für den afrika-cup sind hinfällig, und nun wird alles daran gesetzt, ein konkurrenzfähiges Team aufzustellen. Neben Maina stehen auch Sadiki Chemwor (Bayern-Jugend, ab Sommer Eintracht Frankfurt) und Andre Gitau (Mainz 05 II, US-amerikanischer Pass) auf der Liste der potenziellen Neuzugänge. Alle drei bringen frischen Wind und europäische Erfahrung in das kenianische Team.
Es ist kein Geheimnis, dass Kenia in den letzten Jahren bei der Qualifikation für große Turniere oft scheiterte. Die WM-Teilnahme verpasste man ebenso wie die erfolgreiche Teilnahme am afrika-cup. Doch mit dem Heimturnier im Blick will man nun neue Wege gehen und mit der Verpflichtung talentierter Spieler aus Europa die Leistungsfähigkeit des Teams steigern. Die Verpflichtung von Spielern wie Maina könnte ein entscheidender Faktor für den Erfolg Kenias bei den afrika-cup sein - und den Beginn einer neuen Ära kenianischen Fußballs markieren.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Ob Linton Maina dem Ruf des kenianischen Verbandes folgt und für sein Vaterland spielt, bleibt abzuwarten. Die Bundesliga verliert womöglich ein Talent, Kenia gewinnt einen Hoffnungsträger. Ein Wechsel könnte die Weichen für eine spannende Zukunft im afrikanischen Fußball stellen.
