Kehl raus – dortmund jagt neuen sportchef in letzter sekunde

Die Bombe platzte am Sonntag kurz nach dem Frühstück: Sebastian Kehl muss gehen, Borussia Dortmund sucht in Panik-Modus einen Nachfolger. Die Sommer-Planung steht, der Transfer-Kalender tickt, und die Bosse haben keine Zeit mehr für lange Castings.

Warum krösche nie eine echte option war

Markus Krösche war der Liebling der Fans, sein Name zog seit Wochen durch die Foren. Doch intern war klar: Er kommt nur, wenn Lars Ricken das Feld räumt. Watzke und Cramer blockieren – Ricken bleibt. Krösche bleibt in Frankfurt, die Suche läuft weiter.

Die Lage ist verfahren. Wer jetzt einsteigt, muss sofort liefern: Budget klar, Kader löchrig, Champions-League-Druck. Die neue Führung hat Tage, nicht Wochen.

Rosen und book liefern sich kopf-an-kopf-rennen

Rosen und book liefern sich kopf-an-kopf-rennen

Alexander Rosen kennt das Geschäft. Vierzehn Jahre Hoffenheim, elf als Chef-Stratege, dabei jeden Marktwert ausgeklopft. Sein Muster: Jung, günstig, weitergewinnbringend. Genau das will Dortmund, wo die Ablöse-Kasse nach dem Haaland-Exit noch schmerzt.

Nils-Ole Book kommt vom kleinen Club mit großer Erfolgsstory. Elversberg, Tabellen-Zweiter der 2. Liga, steht vor dem ersten Bundesliga-Traum. Book schaffte den Aufstieg vom Scout zum Sportvorstand, sagte Gladbach ab, verlängerte erst im Oktober. Sein Vorteil: Er kennt die zweite Reihe, dort schlägt Dortmund zu, wenn die Top-Ziele zu teuer werden.

Beide haben ihre Fans im Büro an der Strobelallee. Die Entscheidung fällt diese Woche, bevor das Transfer-Fenster die nächsten Wochenmarken setzt.

Kehls letzter tag: noch jubelnd, schon geschichte

Kehls letzter tag: noch jubelnd, schon geschichte

Zwölf Stunden vor der Trennung tanzte Kehl noch auf dem Rasen, feierte den Sieg gegen Wolfsburg wie ein Kind. Am Montag saß er im Büro, packte Kartons. Die Bilder gehen viral – ein Symbol für die Brutalität des Geschäfts.

Jetzt liegt der Ball in der Hand von Watzke und Cramer. Sie müssen liefern, sonst verpasst der BVB die nächste Meister-Chance. Die Uhr tickt, die Konkurrenz schläft nicht. Wer im Sommer schlafen legt, wacht in der Champions-League-Gruppenphase nicht auf.

Die Wahl fällt auf Rosen oder Book. Einer von beiden wird schon bald den Sessel nehmen, in dem Kehl am Samstag noch jubelte. Dortmund wartet, der Markt wartet nicht.