Kean kämpft um comeback – fiorentinas sturm-tal vor cremona-entscheidung

Moise Kean trainiert einzeln, doch die Koffer für Cremona sind gepackt. Heute Nachmittag fällt in Florenz die Jungfernfahrt: Darf der Stürmer erstmals seit Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen? Ein negatives Testergebnis im Tibiaknochen würde die Fiorentina sofort auf den Zug springen lassen – und Trainer Raffaele Palladino hätte seine letzte Hoffnung auf Tore wieder in der Hand.

Die betroffene Stelle ist nicht mehr geschwollen, berichten Vereinsärzte. Der Schmerz bleibt. Er kommt in Wellen, manchmal stundenlang kaum spürbar, dann wieder messerscharf. Genau das macht die Prognose zum Glücksspiel. Deshalb das Procedere: Erst mögliche Nominierung, dann Vanolis Einsatzentscheidung, schließlich Minutenlimit oder Bank. Ein Tag, ein Schritt.

Doppelbelastung rettung und nationalteam

Doppelbelastung rettung und nationalteam

Die Partie in Cremona ist kein gewöhnlicher Abstiegsgipfel, sie ist ein Sechspunkte-Spiel im Kampf um die Saison. Fiorentina liegt nur zwei Zähler über dem Strich, die Gäste aus der Lombardei haben Heimrecht und Selbstvertrauen. Für Kean bedeutet ein Kurzeinsatz also Risiko und Chance zugleich: Matchrhythmus vor den Play-offs der Azzurri, aber nur, wenn das Bein mitspielt.

Die medizinische Abteilung der Viola ließ in den vergangenen 72 Stunden keine Therapie aus: Magnetstimulation, Kryokammer, individuelles Laufband, zweimal täglich. Die Rechnung: Selbst 30 Minuten Kean könnten die Richtung ändern. Seine Physis ist ein Trumpf, wenn er läuft. Gattuso wartet, die Tifosi auch.

Die Saison hat noch neun Spieltage, der Zeitplan ist gnadenlos. Wer jetzt zögert, verliert. Wer zu früh zwingt, verliert ebenfalls. Deshalb lautet die Devise: Risiko null geht nicht, aber Risiko beherrscht. Wenn Kean heute besteht, reist er mit. Wenn nicht, bleibt er in Florenz und arbeitet weiter an sich selbst – und an einem Sommer, der vielleicht ohne Abstiegsendspiele auskommt.