Kaua santos bricht nach 18 sekunden zusammen – ex-frankfurter schuld
Achtzehn Sekunden. So lange dauerte es, bis Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag in die schlimmste Vorahnung gestürzt wurde. Torwart Kaua Santos stürmte aus seinem Kasten, klärte den Ball – und blieb danach mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen. Das Ligaspiel gegen den SC Freiburg hatte gerade erst begonnen.
Der schuldige trägt ein vertrautes gesicht
Was die Situation besonders bitter macht: Es war Igor Matanovic, Ex-Stürmer der Eintracht, der zu spät kam und Santos mit voller Wucht auf den linken Fuß stieg. Matanovic, einst selbst in Frankfurt ausgebildet, wurde so unfreiwillig zum Auslöser eines Moments, den die Eintracht-Fans so schnell nicht vergessen werden.
Santos spielte den Ball zunächst sauber. Die Aktion war eigentlich erledigt. Doch der Kontakt mit Matanovic kam eine Zehntelsekunde zu spät – und das reichte, um den 22-Jährigen außer Gefecht zu setzen.

Santos richtet sich auf – und setzt sich wieder hin
Das Ärzteteam eilte sofort auf das Feld. Santos versuchte es noch einmal: Er richtete sich kurz auf, stand wackelig auf den Beinen. Dann setzte er sich erneut auf den Rasen und gab das Signal, das niemand sehen wollte. Er kann nicht weitermachen.
Immerhin: Den Platz verließ er aus eigener Kraft. Für ihn kam Michael Zetterer ins Tor. Ein kleines Zeichen der Erleichterung inmitten einer düsteren Szene.
Die vorgeschichte macht es noch schwerer zu ertragen
Santos ist kein Torwart, der einfach ausgewechselt wird und nächste Woche wieder spielt. Der Brasilianer hatte im vergangenen Jahr einen Kreuzbandriss erlitten und fiel von April bis September aus. Fünf Monate Rehabilitation, ein langer Weg zurück – und jetzt das. Ob es erneut der linke Fuß ist, ob Bänder betroffen sind, ob er wochenlang fehlt: Das werden die nächsten Stunden zeigen.
Was schon jetzt feststeht, ist die Grausamkeit des Timings. Achtzehn Sekunden Spielzeit. Ein einziger Zweikampf. Und Frankfurt muss wieder ohne seinen Stammkeeper planen.
