Katja grewe verlässt hsv solingen-gräfrath und zieht in die bundesliga
Katja Grewe packt die Koffer. Die 29-jährige Torhüterin verlässt den HSV Solingen-Gräfrath nach zwei Jahren und wechselt in die Alsco Handball-Bundesliga. Der Klub bestätigte den Abgang am Freitag, das Ziel bleibt vorerst ungenannt – klar ist nur: Grewe will wieder ganz oben spielen.
Ein abschied, der nicht überrascht
Seit Sommer 2022 steht Grewe zwischen den Pfosten der Solingerinnen. 2023 stieg sie mit dem Team in die Bundesliga auf, doch der direkte Wiederabstieg folgte auf dem Fuß. Nun zieht es die Keeperin zurück in die erste Liga – und das hat ihre Geschichte im Bergischen vorweggenommen.
Geschäftsführer Stefan Bögel nimmt es gelassen: „Wir hätten gerne weitergemacht, aber wir verstehen ihren Anspruch.“ Es ist nicht das erste Mal, dass ein HSV-Talent den Sprung schafft. Die Traditionsfrauen haben sich zum Talenteschmiede gemausert – und Grewe ist der nächste Export.
Mit Liv-Stine Eckardt bildete sie ein Duo, das in dieser Saison bereits über 200 Paraden vereinte. Eine Zahl, die beeindruckt – und die Bundesligaklubs aufhorchen lässt.

„Herzblut investiert“ – grewe nimmt erinnerungen mit
Grewe selbst blickt zurück: „Gekämpft, gewonnen, verloren, gelacht, geweint.“ Für sie war Solingen-Gräfrath kein Stopp, sondern ein Sprungbrett. „Ich habe Herzblut investiert – und bekomme eine neue Chance“, sagt sie. Bis zum Sommer will sie mit dem Team „Vollgas geben“ und so viele Punkte wie möglich sammeln.
Der HSV steht aktuell im Mittelfeld der 2. Bundesliga – ein Erfolg, der Grewes Anteil hat. Doch die Keeperin hat höhere Ziele. Und die liegen nicht mehr im Bergischen, sondern auf den Bundesliga-Tribünen.
Für Solingen-Gräfrath bedeutet das: Einmal mehr muss ein neues Torhüter-Duo her. Die Suche läuft bereits – und die Nachfolge wird kein leichtes Erbe.
