Schröder zündelt gegen kings: „spaß verloren, trotz 38-millionen-deal“

Der Mann, der Deutschland 2023 zur Basketball-Welt krönte, packt aus: Dennis Schröder fühlte sich in Sacramento wie im goldenen Käfig – reich, aber leer. Nach 42 Tagen Kings-Puzzle bekennt er, dass er „den Spaß am Basketball verlor“. Der Grund: 27 Niederlagen in 46 Spielen, ein Franchise ohne Kompass, ein Kader, der sich selbst zerfrisst.

Sacramento war ein 38-millionen-euro-grab

Im Sommer unterschrieb der 32-Jährige einen Dreijahresvertrag, galt als Missing Piece für die Playoff-Träume Kaliforniens. Stattdessen wurde er zur Handelsmasse. „Die haben mich bezahlt, dafür bin ich dankbar“, sagt er kühl, als hätte jemand die Klimaanlage auf „business“ gestellt. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 15,6 Punkte, 6,3 Assists – okay, aber minus-3,8 Plus/Minus pro 100 Possessions. Ein All-Star-Gehalt, ein Lottery-Body.

Der Trade zu Cleveland kam für ihn „wie ein Schnorchel nach zehn Metern Tiefe“. Plötzlich wieder Sauerstoff: Donovan Mitchell, der ihn in der Filmkabine fragt, Evan Mobley, der Screens setzt, statt sie zu ignorieren. Seitdem: 9-5-Bilanz, Offensive auf Platz 4 der Liga, Schröder mit 45 % aus dem Corner-Three. „Die kleinen Dinge werden gesehen“, schwärmt er, „das ist extrem geil.“

„International iverson“ – der vergleich mit der legende

„International iverson“ – der vergleich mit der legende

Er spielt die 13. NBA-Saison, wurde acht Mal getraded – nur Allen Iverson war öfter auf dem Laufband. Daher der Spitzname, den Fans auf Twitter erfanden: „International Iverson“. Schröder lacht, dann kommt Stolz durch: „Er ist der größte kleine Guard, mit dem ich aufgewachsen bin. Mit ihm verglichen zu werden, ist verrückt.“ Gemeinsamkeit: beide 1,85 m, beide mit einem Crossover, der Knöchel bricht, nicht nur verletzt.

Doch während Iverson 2001 die Finals trug, wartet Schröder auf seinen ersten Conference-Finals-Einsatz. Die Cavs liegen derzeit vier Spiele hinter den Celtics – zu viel, um Meisterwette zu schreien, zu wenig, um abzuschreiben. „Health is wealth“, sagt er und meint: Wenn Mitchells Knie und Jarrett Allens Finger mitspielen, „dann geht der Long Run bis Juni“.

Schröder will nicht nur mitspielen, er will der erste deutsche Kapitän sein, der den Larry O’Brien-Umschlag in der Hand hält. Die Kings zahlen weiter seinen Lohn, Cleveland bekommt die Seele. Wer sagt, dass Geld nicht weinen kann, sollte Dennis Schröder diese Woche ansehen – er lacht wieder.