Katharina schmid: ein letzter flug und eine besondere ehre
Katharina schmid – fahnenträgerin und abschied vom skispringen
Die Skispringerin Katharina Schmidbeendet nach dieser Saison ihre beeindruckende Karriere. Doch vor ihrem letzten Wettkampf winkt ihr eine ganz besondere Ehre: Sie wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 die deutsche Flagge tragen. Ein Moment, den sie sich immer gewünscht hat.
Ein langer weg an die spitze
Für Katharina Schmid, die 2014 als Katharina Althaus ihre ersten Olympischen Spiele erlebte, markieren die Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo den krönenden Abschluss einer bewegten Laufbahn. Sie hat 22 Weltcupsiege gefeiert, 69 Mal auf dem Podest gestanden, zehn WM-Medaillen gewonnen und zweimal Silber bei Olympischen Spielen errungen. Doch es war nicht nur der sportliche Erfolg, der ihre Karriere prägte.

Kämpferin für gleichberechtigung
Schmid hat sich stets für Geschlechtergerechtigkeit im Skisport eingesetzt. Sie forderte vehement das Springen von der Großschanze und eine Vierschanzentournee für Frauen. Ihr Engagement ging weit über den sportlichen Wettkampf hinaus und machte sie zu einer wichtigen Stimme im Sport.

Die wahl zur fahnenträgerin
Die Freude über die Wahl zur Fahnenträgerin war riesig. „Das ist eine Wahnsinnsehre! Ich freue mich riesig“, sagte sie begeistert. Sie setzte sich in der Online-Wahl mit 50 Prozent der Stimmen von rund 135.000 Wintersport-Fans und 37 Prozent der Stimmen des deutschen Olympia-Teams durch. Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch.

Erstmals bei der eröffnungsfeier dabei
Bisher hatte Schmid noch nie die Chance, an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, meist aufgrund der großen Entfernungen und des engen Wettkampfkalenders. Das diesjährige dezentrale Konzept der Eröffnungsfeier ermöglicht es ihr nun, diesen besonderen Moment zu erleben. „So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben. Das wäre etwas ganz Besonderes“, so Schmid.

Noch eine offene rechnung
Trotz des bevorstehenden Karriereendes blickt Katharina Schmid voller Vorfreude auf die Olympischen Spiele. Sie hat noch einen Traum: Olympia-Gold. Vor vier Jahren wurde ein möglicher Sieg im Mixed-Team durch eine Disqualifikation wegen eines nicht regelkonformen Anzugs zunichte gemacht. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt sie selbstbewusst. „Ich fahre nicht mehr zu Olympischen Spielen, um dabeizusein. Dafür habe ich zu hohe Ansprüche.“

Bereit für den letzten flug
Die Allgäuerin hat sich gut auf die Spiele vorbereitet und in diesem Winter bereits zwei Podestplätze erreicht. Sie ist überzeugt, dass sie auch die starken Konkurrentinnen wie Nika Prevc aus Slowenien und Nozomi Maruyama aus Japan schlagen kann. „Olympia hat seine eigenen Regeln. Wenn die Bedingungen passen und ich ein bisschen Glück habe, kann ich das auch schaffen“, lacht sie. Ihr erster Wettkampf bei diesen Olympischen Spielen findet am Samstag, den 7. Februar 2026 von der Normalschanze statt.

Livestream und weitere informationen
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele wird live auf sportschau.de übertragen. Weitere Informationen zu den Wettkämpfen und dem Medaillenspiegel finden Sie ebenfalls auf sportschau.de.
