Käsespätzle-derby: ulm schlägt ludwigsburg und kocht die riesen ab

Ratiopharm Ulm hat das baden-württembergische Basketball-Duell gegen die MHP Riesen Ludwigsburg mit 93:76 dominiert und sich dafür vom eigenen Trainer eine Portion Käsespätzle verdient. Die Begegnung war mehr als ein Spiel – sie war eine Machtdemonstration, ein Kollektiv-Auftritt und ein kulinarisches Versprechen, das prompt eingelöst wurde.

Chris sengfelder liefert halbzeit-vorentscheidung

Die Anfangsphase war holprig, beide Teams leisteten sich Ballverluste wie am Fließband. Doch als Chris Sengfelder im zweiten Viertel fünf Punkte in Serie erzielte, riss die Ulmer Halle endlich die ersehnte Derby-Stimmung an. Sengfelder wurde mit 16 Punkten zum Topscorer der ersten Hälfte, Ulm legte eine 54:39-Pausenführung vor – die Vorentscheidung.

Ludwigsburg kam nach dem Seitenwechsel mit einem 8:0-Lauf zurück, doch Mark Smith und Alex Anigbata konterten mit einem Solo, das die Riesen-Defense alt aussehen ließ. Die Gastgeber übernahmen wieder das Kommando, führten vor dem Schlussviertel 71:55 und ließen sich auch durch eine kurze Rudelbildung zwischen Ledlum und Sane nicht aus dem Konzept bringen.

Ty harrelsons spätzle-versprechen wird zur motivationswaffe

Ty harrelsons spätzle-versprechen wird zur motivationswaffe

Trainer Ty Harrelson hatte vor Spielbeginn angekündigt, dass sich der Sieger eine ordentliche Portion Käsespätzle genehmigen dürfe. Das klingt nach lockerer Gag, war aber ein psychologisches Kraftpaket. Die Spieler lachten, die Fans sangen – und am Ende stand ein 17-Punkte-Sieg, der Ulms Anspruch auf die Playoff-Plätze untermauert.

Für Ulm geht es am Samstag gegen Jena weiter, Ludwigsburg empfängt einen Tag später Hamburg. Die Spätzle sind verputzt, der Derby-Stolz bleibt.